Nest nicht zu nahe kommen

Bussarde attackieren Spaziergänger: Vögel schützen Nachwuchs

Wenn er seinen Nachwuchs verteidigt, kann der Bussard aggressiv werden: Spaziergänger und Jogger sollten sich daher in Acht nehmen. Foto: dpa

Melsungen. Im Melsunger Stadtwald verteidigt derzeit ein Bussard-Pärchen aggressiv seinen Nachwuchs. Diese Nestschutzphase werde noch etwa zwei Wochen andauern, sagt Revierförster Erwin Heckmann.

Das Mäusebussardnest befindet sich im Stadtwald hinter dem Stadion am Waldrand. Der Horstbereich umfasst wenigstens 50 Meter. Wer in diesen Bereich eindringe, werde mit einem Drohflug gewarnt und so aufgefordert, die Schutzzone zu verlassen. „Diese Warnung sollte man ernst nehmen“, sagt Heckmann. Denn: „Die Bussard-Eltern attackieren den potenziellen Störenfried. Im vergangenen Jahr hat das Bussard-Paar einen Jogger verletzt“, sagt Heckmann. Wer nach dem Drohflug nicht weiter in die Richtung des angreifenden Vogels gehe, sondern umkehre, habe meist nichts zu befürchten. „Die Schwierigkeit bei Joggern ist, dass sie schnell im Horstbereich sind und die Tiere aggressiv vorgehen.“

Spaziergänger hätten daher die Möglichkeit, den Nestbereich zu respektieren. Hunde seien keine zusätzliche Bedrohung für den Bussard. Dieser Respekt sei wichtig, damit die Eltern und die Jungvögel nicht übermäßig gestresst würden. Je größer die Jungvögel würden (Ästlingsphase), desto schwächer werde das Schutzbedürfnis der Eltern, sagt Heckmann. Bussarde sind tagaktiv, nachts werde das Nest nicht verteidigt.

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