70.000 Euro sind zu vergeben – Jetzt bewerben

Chance auf Fördergeld für Existenzgründer im Kreisteil Melsungen

Das Team des Melsunger Restaurants Hot Bullet BBQ, von rechts die Geschäftsführer Patrick Barthel und Marco Simm und die Team-Mitglieder Julian Schröder, Robert Schumann und Sabrina Hackelberg.
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Restaurant-Eröffnung in Corona-Zeiten: Dafür gab es Leader-Fördergeld für das Team vom „Hot Bullet BBQ“ in Melsungen.

Der Sprung in die Selbstständigkeit erfordert Mut - und das nötige Kapital. Unterstützung für Existenzgründer gibt es jetzt dank Fördergeld aus dem Leader-Programm.

Kreisteil Melsungen – Die alte Förderperiode des Leader-Programms ist vorbei, die neue startet erst im Januar 2023. Doch auch in der jetzigen Übergangsphase gibt es laut Regionalmanagerin Marion Karmann die Chance auf Fördergeld für bestimmte Projekte. Fragen und Antworten:

Welche Projekte werden gefördert?
„Der Förderrat hat entschieden, dass das Geld für Existenzgründungen, Betriebserweiterungen und für den Tourismus eingesetzt werden soll“, erklärt Regionalmanagerin Marion Karmann.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Bewerben können sich laut Karmann Betriebe mit maximal zehn Mitarbeitern. Um die Förderung beantragen zu können, muss man mindestens eine Summe von 10.000 Euro investieren. Die Finanzierung sollte bereits stehen. „Wichtig ist, dass das Projekt erst 2022 umgesetzt wird“, sagt Karmann. „Bewerber sollten so früh wie möglich zu uns kommen.“ Denn: „Sobald Verträge oder Absprachen, etwa mit einem Bauunternehmen, geschlossen sind, dürfen wir nicht mehr fördern.“ Nach dem Vorgespräch mit dem Regionalmanagement könne der Projektträger dann entscheiden, ob er den Aufwand tatsächlich auf sich nehmen wolle. Denn die Antragstellung könne sich über viele Monate hinziehen.

Wie viel Fördergeld steht aktuell zur Verfügung?
Insgesamt etwa 70.000 Euro, sagt Karmann.

Wie viel Geld gibt es maximal für ein Projekt?
Private Träger können einen Zuschuss von 35 Prozent auf die förderfähigen Nettokosten erhalten – bis zu 45.000 Euro, wenn mindestens ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, und bis zu 25.000 Euro, wenn keine Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei öffentlichen Trägern entscheidet die Finanzkraft der Kommune über die Höhe der Förderung: Je reicher die Kommune, desto niedriger der Prozentsatz der Förderung.

Gibt es noch andere Fördermöglichkeiten?
Ja, aus dem Regionalbudget, erklärt Karmann. Dieses wurde 2019 eingeführt, um kleine Vorhaben von Vereinen und Initiativen fördern zu können. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Dorfentwicklung, Jugend, Kultur, Senioren, Familien und Dorfplätze. Einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent der Brutto-Kosten gibt es für Projekte mit einer Investitionssumme zwischen 1000 und 20.000 Euro. Einen kleinen Haken gibt es: Antragsteller müssen nachweisen, dass sie auch ohne den Zuschuss in der Lage wären, das Projekt zu finanzieren – etwa, in dem sie die Kreditzusage einer Bank vorlegen.

Wie geht es mit dem Leader-Programm weiter?
Die Region Mittleres Fuldatal will sich für die neue Förderperiode wieder bewerben – möglich ist das ab dem 21. April. Die Beteiligung von Wirtschafts- und Sozialpartnern, sowie von Vereinen und Initiativen aus der Region ist dabei erwünscht. Das Regionalmanagement wird dazu aufrufen. (Judith Féaux de Lacroix)

Kontakt: Marion Karmann, Tel. 0 56 61/50 02 91, E-Mail m.karmann@zgmf.de; Sindy Marx, Tel. 0 56 61/92 78 10, E-Mail s.marx@zgmf.de

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