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Charlotte Groh aus Morschen hat Bock auf Chemie

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Von: Marvin Hinrichsen

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Die Stunden im Chemieraum haben am meisten Spaß gemacht: Charlotte Groh aus Morschen im Chemieraum der Geschwister Scholl Schule in Melsungen
Die Stunden im Chemieraum haben am meisten Spaß gemacht: Charlotte Groh aus Morschen im Chemieraum der Geschwister Scholl Schule in Melsungen © (Marvin Hinrichsen)

Chemie und Physik sind gar nicht so langweilig, sagt Charlotte Groh aus Morschen, Abiturientin der Geschwister-Scholl-Schule Melsungen.

Melsungen/Morschen – „Die Leidenschaft für das Fach Chemie begleitet mich schon seit Kindertagen.“ Für sie seien die Naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule immer ein Highlight gewesen.

Die Auserwählte

Vom Zentrum für Chemie wurde die 18-Jährige aus mehr als 150 Bewerbern ausgewählt, sich mit jeweils acht Jungen und Mädchen von Oberstufen aus ganz Hessen mit den Fragen zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz auseinanderzusetzen.

„Jedes der vier Teams beschäftigte sich in verschiedenen Experimenten mit einem Projekt, welches innerhalb von vier Tagen in den jeweiligen Gruppen fertiggestellt werden musste“, berichtet die 18-Jährige. Dazu seien im Hinblick auf die virtuelle Abschlussveranstaltung, die jüngst in Marburg stattfand, verschiedene Projekte vorgestellt worden.

Die Gruppe von Charlotte habe sich mit der Laserspektroskopie beschäftigt und sich die Frage gestellt, wie sich Sonnenlicht durch neue Technologien optimal nutzen lässt. Ziel sei es gewesen, Licht zu bündeln und anschließend aufzuspalten. „Hinterher haben wir mithilfe eines Spektrometers und durch unsere gewonnenen Erkenntnisse Solarplatten gebaut, mit denen das Erzeugen von Strom möglich ist“, erklärt Groh. „Der Arbeitsprozess war am Anfang nicht so einfach.“

Ein tolles Gefühl

Besonders das Einlesen in das Thema hätte ihr einiges abverlangt. Dennoch sei das Gefühl, an der Philipps-Universität Marburg vor zahlreichen Wissenschaftlern die Forschungsergebnisse vorzutragen, überwältigend gewesen.

„Es war eine tolle Erfahrung, mit anderen Menschen zusammen zu forschen“, sagt die 18-Jährige. Dennoch möchte sie nicht den Weg in die Wissenschaft gehen. Zunächst sei der Plan, Mathematik und Chemie auf Lehramt zu studieren. „Ich möchte gern in meinem späteren Berufsleben auch andere Kinder für das Fach Chemie begeistern.“

Doch vor Beginn des Studiums geht es nach Spanien. „Ich wollte nicht sofort von der Schule direkt an die Uni“, sagt Groh. Es wäre nun an der Zeit, auch mal den Kopf ausschalten, zu entspannen und den Klausuren- und Abitur-Stress zu vergessen.

(Marvin Hinrichsen)

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