Ersatzteil kommt aus Singapur

Computertomograph in Melsunger Krankenhaus wieder einsatzbereit

Froh über die Reparatur des Computertomographen: von links, Klinikmanagerin Desire Schumacher, Chefarzt Dr. Jens Zemke, Röntgenassistentin Michaela Drößler, zur Demo auf der Liege des CT die Medizinische Fachangestellte Angelina Rau.
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Froh über die Reparatur des Computertomographen: von links, Klinikmanagerin Desire Schumacher, Chefarzt Dr. Jens Zemke, Röntgenassistentin Michaela Drößler, zur Demo auf der Liege des CT die Medizinische Fachangestellte Angelina Rau.

Das Melsunger Krankenhaus hat wieder einen einsatzbereiten Computertomographen. Nach dem Einbau einer neuen Strahlenquelle ist das Gerät wieder verfügbar.

Melsungen – Groß war der Schreck in der Röntgenabteilung der Melsunger Klinik, als nach einem Defekt der Strahlenquelle des Computertomographen vom Lieferanten Siemens mitgeteilt wurde, dass das benötigte Ersatzteil in Europa nicht mehr lieferbar sei. Eine herbe Enttäuschung, zumal die Anlage erst im Jahr 2010 neu in Melsungen installiert wurde. Um die Röntgenmaschine wieder in Funktion zu bekommen, wurde nun weltweit nach dem passenden Ersatzteil gesucht.

In einem Singapurer Krankenhaus wurde man schließlich fündig. Per Luftfracht reiste die dringend benötigte Strahlenquelle nach Deutschland und wurde am vergangenen Samstag von Spezialisten der Firma Siemens eingebaut.

Röntgenassistentin Michaela Drößler freut sich, dass die Anlage wieder einsatzbereit ist. Ab sofort können sie und drei weitere Röntgenassistentinnen wieder präzise Bilder des Körperinnern liefern. Auch Chefarzt Dr. Jens Zemke unterstreicht die Bedeutung des Computertomographen für die Melsunger Klinik. Die Möglichkeit, Blutgerinnsel und innere Blutungen schnell zu entdecken und zu lokalisieren, könne über Leben und Tod entscheiden.

Der Computertomograph, abgekürzt CT, ermöglicht Medizinern den Blick in den Patienten mithilfe von Röntgenstrahlen. Im Gegensatz zu konventionellen Röntgengeräten wird die Strahlenquelle beim CT auf einer Spiralbahn um den Patienten herumbewegt. Sensoren erfassen dabei die austretenden Strahlen. Aus den gewonnenen Daten werden dann Schicht- oder Schnittbilder errechnet. Da das Verfahren berührungslos arbeitet und aufgrund der hohen Aufnahmegeschwindigkeit verzerrungsfreie Bilder liefert, wird es häufig bei Notaufnahmen und für die Diagnostik verwendet. (Von Rolf Färber)

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