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Zweiter Todesfall im Schwalm-Eder-Kreis - Erste Covid-19-Schwerpunktpraxis  in Gensungen

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Von: Damai Dewert

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19.03.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigslust: Mit einem Abstrichstäbchen nimmt Maximilian Schilling vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine Proben im Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Zuvor wurde die Probe bei einem Patienten aus dem Rachen entnommen. Der Abstrich wird im Anschluss auf das neuartige Coronavirus getestet. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Symbolfoto: Ein Mitarbeiter einer Klinik nimmt einen Abstrich bei einem Patienten. © dpa

Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es einen zweiten Corona-Todesfall. Das teilte der Landkreis am Mittwoch mit.

Ein 95-jähriger Bewohner des Altenheims am Schwalmberg in Schwalmstadt-Treysa starb laut Kreissprecher Stephan Bürger in der Asklepiosklinik in Schwalmstadt. Der Mann war positiv auf das Sars-Cov-2-Virus getestet worden und soll an Vorerkrankungen gelitten haben.

In der Einrichtung waren insgesamt 22 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. In dem vom Deutschen Roten Kreuz betriebenen Altenheim wurden nach Bekanntwerden die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft.

Ein Besuchsverbot bestehe schon länger, die Patienten wurden außerdem separiert, heißt es vom Landkreis.

Erneut deutlich angestiegen ist außerdem die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen im Landkreis. Sie lag am Mittwochnachmittag bei 183, das sind laut Kreisverwaltung 21 mehr als am Dienstagvormittag. Der Landkreis ist damit nach wie vor Spitzenreiter in Hessen. Mehr dazu im Lokalteil.

450 Menschen befänden sich noch in häuslicher Quarantäne. Insgesamt waren 1070 mit einem Ausgehverbot belegt, sagt Bürger.

Schwerpunktpraxis für Patienten mit Verdacht auf Corona

Eine wichtige Neuerung für die Menschen in

Landkreis ist derzeit in Vorbereitung: In Gensungen wird es die erste Covid-19-Schwerpunktpraxis geben. Sie soll Anfang der kommenden Woche ihren Betrieb aufnehmen. Weitere Praxen – beispielsweise im Raum Fritzlar und im Raum Schwalmstadt – könnten folgen. Der Allgemeinmediziner Dr. Meinhard Rudolff setzt damit einen Vorschlag der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen um. In abgewandelter Form, wie er sagt. Statt in eigenen Praxisräumen zu praktizieren, zieht Rudolff unterstützt von weiteren Allgemeinmedizinern in den alten Bahnhof in Gensungen.

Dort sollen die von anderen Allgemeinmedizinern überstellten Patienten mit Verdacht auf Covid-19 diagnostiziert und und therapiert werden. Das sei deutlich ressourcenschonender und sicherer für Patienten und Mitarbeiter in den anderen Praxen, sagt Rudolff. 

Schwerpunktpraxen ersetzen nicht die Testzentren, sagt Allgemeinmediziner Meinhard Rudolff. Sie sollen primär den Einsatz von Schutzausrüstung ressourcenschonender ermöglichen sowie andere Patienten schützen. In einer Schwerpunktpraxis werden nur Patienten behandelt, bei denen Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung besteht. Sie werden von ihrem Arzt dorthin überwiesen. Das Ärzteteam muss dort zum Beispiel nicht ständig die Schutzanzüge wechseln.

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