Fritzlarer Kräuterfrau gibt Tipps

Coronavirus: So können Wildkräuter das Immunsystem stärken

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Brennnessel entgiftet.

Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnessel und Giersch gelten oft als Unkraut. Aber jetzt, wo das Coronavirus grassiert, können diese Wildkräuter helfen.

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus.
  • Ein starkes Immunsystem ist daher wichtig.
  • Eine Kräuterfrau aus Fritzlar gibt Tipps.

Verarbeitet zu einem Salat oder als Smoothie bringen Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnessel oder Giersch unser Immunsystem auf Zack. Das weiß Kräuterfrau Anke Dobel aus Fritzlar.

Dobel bietet von April bis Oktober in Kooperation mit der Touristinfo Melsunger Land Kräuterwanderungen durch den Kreisteil an. Sie kennt sich bestens mit der heilenden Wirkungsweise von Kräutern aus. „Ja, die meisten nennen die Wildkräuter auch Unkraut“, sagt Dobel. 

Sie weiß , welche Wildkräuter jetzt wichtig fürs Immunsystem sind: Kräuterfrau Anke Dobel.

Aber statt sich über ihren Wuchs zu ärgern, solle man sich lieber darüber freuen. „Alle Wildkräuter haben positiven Einfluss auf den Körper.“ 

Gute Abwehr gegen Coronavirus: Immunsystem stärken mit Löwenzahn

Deshalb sollte man sie gerade jetzt so häufig wie möglich in die Ernährung einbauen. „Die Pflanze gibt ihre Lebensenergie an uns ab.“ Dobel empfiehlt Smoothies mit Wildkräutern: Einfach eine Banane, einen Apfel, eine Orange und mindestens eine Handvoll Wildkräuter in den Mixer geben. „Wenn es zu dickflüssig ist, einfach etwas Wasser hinzugeben.“

Löwenzahn reinigt.

Löwenzahn hilft bei der Reinigung von Niere und Leber, erklärt Dobel. Und wenn diese Organe nicht damit beschäftigt sind, Giftstoffe zu filtern, dann könne der Körper Vitalstoffe viel besser aufnehmen. Löwenzahn kann man als Salat essen. „Meine Oma hat früher immer Löwenzahnsalat mit ausgelassenem Speck gemacht. Ich habe das gehasst.“ 

Heute isst Dobel Löwenzahnsalat regelmäßig, „aber den Speck mag ich immer noch nicht“. Wer keinen reinen Löwenzahnsalat will, kann einige Blätter auch zu einem normalen Kopfsalat oder zu Rucola hinzugeben.

In Zeiten von Corona: Immunsystem stärken mit Giersch

Die Giersch wuchert vielen Hobbygärtnern sprichwörtlich über den Kopf. In die Ernährung integriert, etwa als Salat, hat sie aber viele positive Eigenschaften. Sie enthält neben pflanzlichem Eiweiß auch viele ätherische Öle. „Die wirken desinfizierend“, sagt Dobel.

Giersch desinfiziert.

Gegen Coronavirus: Immunsystem stärken mit Vogelmiere

Auch dieVogelmiere findet sich im heimischen Garten und ist äußerst gesund. „Sie reinigt und unterstützt das Immunsystem“, sagt Dobel. Vogelmiere enthält unter anderem Magnesium, Kalium und Eisen. Man kann sie zum Salat hinzugeben. „Sie schmeckt ein bisschen erbsenartig“, sagt die Kräuterexpertin. Eine gute Immunabwehr ist in Corona-Zeiten wichtig.

Vogelmiere hat Eisen.

So stärkt man das Immunsystem mit Brennnessel

Brennnessel enthält dreimal so viel Eisen wie Spinat und reinigt Leber und Niere. Man kann sie frisch als Salatzugabe essen, sagt Dobel. Damit sie nicht mehr brennt, möglichst klein hacken. „Wenn dann die Salatsoße drauf kommt, brennt es nicht mehr.“ Vor der Verarbeitung kann man auch mit einem Nudelholz über die Brennnessel rollen, um die meisten brennenden Härchen zu entfernen. Auch kann man Brennnessel wie Spinat verarbeiten. Dazu das Wildkraut einfach mit heißem Wasser übergießen und köcheln.

Von Carolin Hartung

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