Bilder von Stadt vor Bombenangriffen im Oktober 1943

Dachbodenfund: Postkarten zeigen Alt-Kassel - Sammler gesucht

Mitten im neuen, renovierungsbedürftigen Eigenheim: Tochter Leya (6 Jahre) und ihre Mutter Petra Feuerstake halten die alten Postkarten, die Alt-Kassel zeigen, in der Hand. Sie stehen an der steilen Treppe, die zum Dachboden führt, wo Petra Feuerstake die Karten zufällig gefunden hat. Fotos: Grenzebach

Beiseförth. Petra Feuerstake entdeckte beim ausmisten in ihrem Beiseförther Haus 33 alte Postkarten aus Kassel. Die Motive zeigen die Stadt vor den Bombenangriffen im Oktober 1943.

„Die ganzen Karten lagen lose gestapelt auf dem Dachboden, gut geschützt vom Stroh. Anscheinend sind sie deswegen so gut erhalten“, schildert Petra Feuerstake aus Beiseförth ihren Dachbodenfund.

Alte Postkarte mit der Aufschrift: Kassel. Karlsaue. Orangerieschloß, Mamorbad und Preußisches Staatstheater. Fotos: Grenzebach

Die schwarz-weiß Fotopostkarten weisen keinerlei Knickstellen oder Eselsohren auf. Die Vorderseite zeigt verschiedene Aufnahmeorte mitten aus Kassel - entweder eine bekannte Straße, einen Platz oder eine Sehenswürdigkeit. Da zeigt zum Beispiel ein Kartenexemplar die Altstadt und ist weiter bedruckt mit dem Titel „Alt-Kassel. Fulda mit Altstadt“ oder eine andere Karte aus vergangen Tagen spiegelt „Kassel. Karslaue. Orangerieschloß, Mamorbad und PreußischesStaatstheater“ wider. Auch die Bettenhäuser Straße und der St. Martinsplatz sind unter den alten, auf dem Dachboden vergessenen Karten wieder zu entdecken.

Karten sind unbeschrieben 

Die Rückseite der unbeschriebenen Karten enthält jeweils eine Nummer, wie zum Beispiel „Serie Alt-Kassel Nr. 105“. Zusätzlich wird daraufhin gewiesen, dass jeglicher Nachdruck und Nachahmung der Karte verboten sei; Kunstverlagsanstalt Bruno Hansmann, Kassel.

Über den Postkartenfund war die Beiseförtherin im ersten Moment sehr verwundert, denn erwartet hätte sie eher Beiseförther Karten. Und nun sind es Karten aus Alt-Kassel geworden. „Ich bin überrascht darüber aber ich freue mich, durch die Postkarten mal Kassel im Ursprung zu sehen“, sagt die 33-Jährige. Woher die Karten nun wirklich stammen, wer ihr Vorbesitzer war, welche Geschichten sich vielleicht hinter den Karten verbergen oder ob sie sogar wertvoll sind, wissen die Finder der Karten leider nicht. Sie können nur spekulieren und vermuten, dass der Vorbesitzer des ca. 1916 erbauten Hauses wohl Verwandte in Kassel hatte.

Weiter vermutet Familie Feuerstake, dass die Karten vor 1945 stammen. Nach der ersten Freude und Aufregung über die alten Karten sucht Familie Feuerstake nun einen Liebhaber, Interessenten oder gar Sammler der an dem Kartenblock interessiert ist.

Die Karten gehörten wahrscheinlich der Mutter des Vorbesitzers. Die Familie Hofmann hatte mütterlicherseits Verbindung nach Kassel. Aber vielleicht weiß jemand, woher die Karten stammen.

Wer Interesse an den Karten hat, kann sich melden bei Petra Feuerstake unter der Mail: feuerstakepetra@yahoo.de und für Hinweise bei der HNA Melsungen unter melsungen@hna.de 

Von Christina Grenzebach

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