Apothekerin empört

Dreiste Tat: Diebe stehlen HNA-Spendendosen aus Apotheke in Melsungen

Anja Sostmann, die Leiterin der Bartenwetzerapotheke in Melsungen, ist verärgert: Zwei Spendendosen wurden gestohlen.
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Anja Sostmann, die Leiterin der Bartenwetzerapotheke in Melsungen, ist verärgert: Zwei Spendendosen wurden gestohlen.

Diebe haben in Melsungen aus der Bartenwetzerapotheke zwei Spendendosen der HNA-Aktion-Advent gestohlen. Die Dosen seien beide voll gewesen. Eigentlich hätten sie schon gar nicht mehr im Verkaufsbereich stehen sollen.

Melsungen - Die Apothekerin Anja Sostmann und ihr Team sind am Boden zerstört. „Das ist so unglaublich schäbig“, sagt sie. Nach dem Diebstahl der ersten Dose am vergangenen Donnerstag sei sie den Tränen nahe gewesen. „Das Geld ist eine Hilfe für Menschen aus der Region, die es hart getroffen hat. Da hat jemand die Ärmsten der Gesellschaft bestohlen“, zeigt sich die 55-Jährige fassungslos.

Spontan hätten sie und ihre Mitarbeiterinnen 100 Euro gesammelt. Als Ersatz. „Wir fühlen uns mitschuldig – die Dosen wurden ja aus unserem Verantwortungsbereich gestohlen“, sagt Sostmann.

Wie dreist der oder die Täter waren, offenbart der Tathergang.

Die Dosen seien so voll gewesen, dass sie Anfang der vergangenen Woche beschlossen hätten, die Dosen nach hinten zu stellen. An diesem Tag kündigte HNA-Mitarbeiterin Hanne Braun prompt an, die drei Dosen Ende der Woche holen zu wollen.

„Wir haben an jedem Verkaufsplatz eine stehen“, sagt Sostmann. In den ersten Tagen standen sie noch hinter der Plexiglasscheibe am Verkaufsplatz. Dort hätten die Kunden aber die Spenden nicht selbst in die Dosen schmeißen können. „Wir haben die Dosen dann davor gestellt und uns natürlich nichts dabei gedacht. Dort stehen die Dosen jedes Jahr für die Aktion Advent.“ Am Donnerstag fiel dann auf, dass eine Dose fehlt. „Wir waren bestürzt und haben die beiden verbliebenen Dosen hinter die Scheiben gestellt.“ Am Montag dann der nächste Schreck – wieder fehlte eine Dose.

Was sie umtreibt: Kunden seien niemals allein im Verkaufsraum. Eigentlich sei immer eine Mitarbeiterin vorne, falls nicht, komme diese sofort, sobald die Türglocke läute. Der Dieb müsse also die Ablenkung einer Mitarbeiterin genutzt haben, um an der Scheibe vorbei die schwere Dose zu greifen. In den Dosen könnten sich zusammen etwa 170 Euro befunden haben, schätzt Sostmann.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Tatzeitraum für Donnerstag ist unbekannt, am Montag lag er zwischen 8 und 15 Uhr. (Damai Dewert)

Hinweise: Tel. 0 56 61/7 08 90

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