Sartorius baut Standort aus

Der Anfang ist gemacht: Baubeginn für Sartorius-Erweiterung

Erst einmal zeugt ein großes vier Meter tiefes Loch von der Sartorius-Erweiterung in Guxhagen. Auf dem
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Erst einmal zeugt ein großes vier Meter tiefes Loch von der Sartorius-Erweiterung in Guxhagen. Auf dem Foto links Sartorius-Standortleiter Volker Otto und Karl Kördel, Geschäftsführer der Robos GmbH.

Erst vor wenigen Wochen verkündete Sartorius Guxhagen den Ausbau des Standortes, da rollen auch schon die Bagger an. Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt haben begonnen.

Guxhagen – Und obwohl die Arbeiten wetterbedingt direkt pausieren mussten, ist Bauleiter Karl Kördel optimistisch was den Zeitplan angeht. Im Jahr 2023 soll der Standort, der zurzeit eine Geschossfläche von 10 000 Quadratmetern hat, mehr als doppelt so groß sein. Außerdem sollen 100 weitere Arbeitsplätze entstehen – HNA berichtete.

Derzeit deutet auf die Erweiterung allerdings erst einmal nur ein etwa vier Meter tiefes Loch hin, das hinter dem Gebäude in Richtung Autobahn ausgehoben wurde. Bis zu sechs Meter tief muss ausgebaggert werden. Denn das Gelände hat starke Hanglage und die neue Produktionshalle soll ihr Fundament auf selber Höhe haben wie das vorhandene Gebäude, sagt Karl Kördel. Um den Hang abzusichern, damit dieser nicht abrutscht, wird in wenigen Tagen eine Spezialfirma aus Bayern anrücken.

Mit einer Maschine werden dann Pfähle in die Erde gebohrt, die dann mit Beton miteinander verbunden werden, sodass eine Wand entsteht. Unter dem Gelände befinde sich dicker Sandstein, deshalb sei eine besondere Maschine für diese Arbeiten nötig, sagt Kördel. Für den Bau der neuen Halle wird der asphaltierte Rundweg, der das Unternehmensgebäude derzeit umgibt, abgefräst. Die Arbeiten mit der Fräse werden etwa in einer Woche beginnen, schätzt Kördel.

Etwa 7000 Kubikmeter Erde müssen abgetragen werden

Wichtig: Für die Arbeiten muss es frostfrei sein. Der Schotter, der sich unter der Asphaltdecke befindet, werde im weiteren Verlauf des Baus wieder genutzt. Die abgetragene Erde hingegen wird abtransportiert. „Die meiste kommt nach Gudensberg in den alten Steinbruch“, sagt Kördel. Er schätzt, dass etwa 7000 Kubikmeter Erde abgetragen werden müssen – das entspricht etwa 640 Lastwagen-Ladungen.

Kördel hofft, dass das Wetter die kommenden Tage einigermaßen mitspielt, damit die Arbeiten vorangehen. Die mussten nämlich kurz nach dem Baustart wegen Schneeregens stoppen. „Bei so einem Wetter macht es keinen Sinn, weiterzuarbeiten“, sagt Kördel. Denn die Erde klebe regelrecht auf den Kippern und rutsche nicht herunter. Das Wichtigste sei, dass die Arbeiten im Frühjahr nicht zum Stillstand kommen. Denn die Fertigteile für die neue Halle müssten rechtzeitig bestellt und produziert werden.

Investor und Bauherr des voraussichtlich 30 Millionen Euro schweren Bauvorhabens ist die Robos GmbH. Dahinter steckt Kördel Vermietungen.

Kördel ist auch Vermieter für das derzeit genutzte Grundstück und Gebäude des Biotech-Unternehmens an der Robert-Bosch-Straße. (Von Carolin Hartung)

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