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Amtseinführung von Roland Zobel in Morschen noch nicht terminiert

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Von: Barbara Kamisli

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Der neue Chef der Verwaltung: Roland Zobel hat als FDP-Kandidat den Einzug ins Rathaus geschafft – mit auf dem
Der neue Chef der Verwaltung: Roland Zobel hat als FDP-Kandidat den Einzug ins Rathaus geschafft – mit auf dem © Manfred Schaake

Der neue Bürgermeister von Morschen heißt Roland Zobel, aber bevor der FDP-Kandidat ins Rathaus einzieht, wird es noch einige Wochen dauern.

Morschen – Zunächst muss der Wahlausschuss tagen, was laut Gemeindeverwaltung am kommenden Donnerstag der Fall sein soll. Anschließend gibt es eine Frist von 14 Tagen, an denen Einspruch gegen das Wahlergebnis erhoben werden kann.

Ist das nicht der Fall, entscheidet die Gemeindevertretung über die Gültigkeit der Wahl. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Im Anschluss muss der künftige Bürgermeister noch ernannt werden, dann kann er die Amtsgeschäfte führen. Vermutlich wird das Anfang November der Fall sein.

Bis dahin bleibt Ingo Böhm im Amt und wird in seiner Abwesenheit vom Ersten Beigeordneten Ottmar Pfaffenbach vertreten.

Die Mörscher haben gewählt. Mit 56,2 Prozent haben sie eindeutig für den FDP-Kandidaten Roland Zobel gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,05 Prozent Wir haben bei den Fraktionen nachgefragt, wie sie sich die Zusammenarbeit in Zukunft vorstellen.

SPD

„Die SPD Morschen hat Ingo Böhm bei der Bürgermeisterwahl 2022 in Morschen unterstützt. Am Wahltag haben die Wähler in Morschen jedoch anders entschieden und Ingo Böhm nicht im Amt bestätigt. Wir bedauern es sehr, dass durch diese Entscheidung, die sechsjährige Erfahrung von Ingo Böhm für die Gemeinde Morschen verloren geht. Dem neuen Bürgermeister, Roland Zobel, gratulieren wir zu seiner Wahl.

Wir nehmen ihn beim Wort und stehen für eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit im Parlament, den Ausschüssen und im Vorstand zur Verfügung. Das Vorankommen der Gemeinde Morschen liegt uns sehr am Herzen. Deshalb wünschen wir uns für die Zukunft eine Weiterführung der gerade neu erstarkten Haushaltspolitik und sind gespannt auf viele innovative Neuerungen.“ Das schreibt Fraktionsvorsitzende Sabine Knobel.

CDU

„Ich bin von dem Wahlergebnis sehr enttäuscht. Ich habe das so nicht erwartet. Aber jetzt gilt es, zusammenzuhalten und das, was wir für Morschen gemeinsam erreicht haben, fortzusetzen. Wichtig ist, dass es mit Morschen vorangeht. Das haben wir in der Vergangenheit mit Ingo Böhm sehr gut geschafft und bekommen das hoffentlich auch mit dem neuen Bürgermeister hin“, sagt Dr. Ulrike Seethaler.

FDP

„Die Deutlichkeit mit 200 Stimmen Vorsprung zu gewinnen, ist ein klarer Auftrag an Roland Zobel. Er hat seine Parteimitgliedschaft nicht versteckt, aber eine überparteiliche Amtsführung versprochen.“

Deutlich sei sein Vorsprung in allen kleineren Ortsteilen. „Somit erwarten wir, dass alle Parteien im Parlament wieder konstruktiv zusammenarbeiten, um die Gemeinde aus der unsäglichen Situation der Haushaltsperre herauszuholen“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Erwin Döhne. Man habe die Hoffnung, dass der neue Bürgermeister jetzt seine Chance nutzt, um mit den vielen Ehrenamtlichen in Politik und Vereinen etwas zu bewegen.

Freie Wähler

„Wir haben uns während des Wahlkampfs neutral verhalten und werden das auch weiterhin tun. Wir sehen eine neue Chance für Morschen mit dem neuen Bürgermeister.

Für uns steht weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit im Parlament im Vordergrund und wir sind jederzeit für sinnvolle Vorschläge, welche unsere Gemeinde voranbringen, offen. Auch über fraktionelle Grenzen hinweg.“ Das sagt der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Nico Stöbel.

(Barbara Kamisli)

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