Corona-Pandemie: Melsunger Sternsinger können Segen nicht verteilen

Der Segen zum Mitnehmen in Kirche Melsungen

Gemeindereferentin Kerstin Erler packt die Segenspäckchen für die Katholische Kirchengemeinde Melsungen
+
Die Segenspäckchen, die Gemeindereferentin Kerstin Erler gepackt hat, können in der Katholischen Kirche Melsungen abgeholt werden. Wegen der Corona-Pandemie können die Sternsinger den Segen nicht zu den Häusern bringen.

In diesen Tagen kommt der Segen ohne die Sternsinger an die Türen. Eigentlich wären die Sternsinger im Melsunger Land unterwegs, um den Segen auf die Türbalken zu schreiben.

Melsungen - Aber das Coronavirus lässt das nicht zu. Gemeindereferentin Kerstin Erler von der Melsunger Kirchengemeinde Mariae Himmelfahrt hatte die Idee, dass in diesem Jahr der Segen als Segen-to-go zu den Katholiken kommt.

Deshalb liegen Segenspäckchen in der Katholischen Kirche aus, die von Gläubigen mitgenommen werden können: ab 7. Januar, jeweils zwischen 10 und 15 Uhr in der Katholischen Kirche an der Franz-Gleim-Straße in Melsungen. Die Tüten wurden während des Gottesdienstes zum Dreikönigstag gesegnet.

Die Guxhagenerin Kerstin Erler hat rund 200 Päckchen liebevoll gepackt. Verziert wurden sie mit einem Strohbündel, das an das Stroh in der Krippe erinnert, und einem Aufkleber mit drei Sternsingern. In den Päckchen steckt ein Stück Kreide, mit dem die Gläubigen den Segen über den Türbalken schreiben können. Alternativ liegt der Segen 20*C+M+B+21 auch als Aufkleber im Päckchen. Vor dem Aufkleben beziehungsweise Schreiben des Segens kann der Brief mit dem biblischen Text von den Gläubigen gelesen werden. Kommunionskind Marlene, acht Jahre alt, hat den Segen mit einem farbenfrohen Bild verziert. Ein rotes Herz zum Schnabulieren unterstreicht, dass jedes Segenspäckchen von Herzen kommt.

Traditionell erwarten die katholischen Christen im Melsunger Land die Sternsinger mit ihrem hölzernen Stern, den prächtigen Gewändern, Kronen und schönen Gesängen an den Haustüren. Im vergangenen Jahr waren drei Gruppen unterwegs. In diesem Jahr sollten eigentlich die Kommunionskinder die Segenswünsche überbringen. Aber die erneuten Kontakteinschränkungen machen alternative Wege nötig. Niemand muss auf den Segen mit der frohen Botschaft der Heiligen Nacht verzichten.

Kerstin Erler hat mehr Päckchen gepackt als es katholische Haushalte in der Gemeinde gibt. Denn man kann ein Päckchen auch für Nachbarn und Freunde mitnehmen. Erler: „So kann sie jeden erreichen, der die Botschaft nötig hat.“ Wer nicht selbst in die Kirche gehen kann oder wegen der Kontaktbeschränkungen zuhause bleiben möchte, kann sich im Pfarrbüro melden und sich das Päckchen kontaktlos zukommen lassen.

Kontakt: Pfarrbüro Mariae Himmelfahrt, Tel. 0 56 61 / 26 59 (Anrufbeantworter ist immer geschaltet)

(Claudia Feser)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.