Melsungen: Erdbeersaison startet

Dieses Jahr können besonders süße Erdbeeren bei Adelshausen gepflückt werden

Bietet Erdbeeren zum Pflücken an: Die Biobäuerin Sabine Brandau sammelt Erdbeeren auf ihrem Feld bei Adelshausen. Sie und ihr Mann Peter Brandau haben das Feld diese Woche geöffnet.
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Bietet Erdbeeren zum Pflücken an: Die Biobäuerin Sabine Brandau sammelt Erdbeeren auf ihrem Feld bei Adelshausen. Sie und ihr Mann Peter Brandau haben das Feld diese Woche geöffnet.

Seit dieser Woche tummeln sich die ersten Pflücker auf dem Erdbeerfeld der Biobauern Peter und Sabine Brandau bei Adelshausen und ernten die ersten reifen roten Früchte.

Adelshausen – Denn: Die Erdbeersaison geht wieder los. „Dieses Jahr sind sie besonders süß“, sagt Sabine Brandau. Für 2,80 Euro pro Kilogramm können sie zurzeit täglich von 8 bis 19 Uhr gepflückt werden.

40.000 Erdbeerpflanzen der Sorten Daroyal, Allegro, Asia und Sonsation wachsen auf dem 1,3 Hektar großen Feld in Adelshausen. „Je nach Sorte trägt eine Pflanze zwischen 8 und 20 Erdbeeren“, sagt die Biobäuerin. Zurzeit sind die Dayoral-Erdbeeren reif. „Das ist die größte Sorte, die wir haben“, sagt sie.

Die anderen folgten in den kommenden Wochen. Ihr und ihrem Mann sei dabei wichtig, die Früchte nicht mit Pestiziden zu behandeln. „Wir wollen, dass unsere Enkel auf unseren Feldern bedenkenlos naschen können“, sagt die Großmutter von vier Enkeln und Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn.

Das ist auch Rosemarie Bämpfer wichtig, die in Adelshausen Erdbeeren für eine Torte gesammelt hat und am Wochenende für Marmelade sammeln möchte. „Ich wollte eigentlich nur nachschauen, ob das Feld schon geöffnet ist. Zum Glück habe ich eine Schüssel mitgenommen“, sagt sie und lacht. Bämpfer ist damit eine der ersten, die dieses Jahr auf dem Adelshäuser Feld die roten Früchte ernten.

„Allein am ersten Tag waren etwa 300 Menschen da“, sagt Sabine Brandau. Damit nicht jeder seine Erdbeeren nach dem Pflücken zum Wiegen umfüllen muss, werden Körbe, Schüsseln oder andere Gefäße, die die Besucher mitgebracht oder vor Ort gekauft haben, vorab gewogen. Das Gewicht ziehen die Brandaus und ihre Mitarbeiter beim Wiegen später ab.

Zudem gelten besondere Regeln wegen Corona. Zum Beispiel gilt auf dem Feld ein Mindestabstand. Das Feld wurde in vier Bereiche eingeteilt. „Wenn wir sehen, dass in einem zu viele Menschen sind, schicken wir ein paar in einen anderen“, sagt die Biobäuerin.

Was jedoch die Brandaus und ihre Mitarbeiter auch in diesem Jahr wohl nicht völlig verhindern können, ist Mundraub: Erdbeerdiebe, die ohne zu bezahlen auf den Feldern ernten. „Schon im vergangenen Jahr hat es einige Fälle gegeben“, sagt Sabine Brandau. Adelshäuser, die die Diebe bemerkt hätten, hätten sich dabei gegen die Täter eingesetzt. „Die Adelshäuser haben sie darauf aufmerksam gemacht, was sie da tun und mussten sich dann noch Anpöbeln lassen“, sagt sie.

Im Kreisteil Melsungen gibt es auch in Körle noch ein Erdbeerfeld zum Selbstpflücken. Ein Eröffnungsdatum stehe dort allerdings noch nicht fest, heißt es auf HNA-Nachfrage. (Von Fabian Becker)

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