Nachfrage ist groß

Digitaler Impfausweis: In Apotheken im Kreisteil Melsungen läuft es rund

Den digitalen Impfpausweis kann man über die CovPass App (links) oder die Corona Warn App auf das Handy laden. Beide Programme sind kostenlos.  
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Den digitalen Impfpausweis kann man über die CovPass App (links) oder die Corona Warn App auf das Handy laden. Beide Programme sind kostenlos.  

Die Nachfrage nach dem digitalen Impfausweis ist groß - auch im Kreisteil Melsungen.

Melsungen – Die Start des digitalen Impfausweises war von vielen Geimpften erwartet worden. Fast 40.000 Menschen im Landkreis haben bereits den vollen Impfschutz. Für sie ist die Eintragung seit Montag möglich. Einige Apotheken aus dem Landkreis bieten die Eintragung in die Cov-Pass-App und die Corona-Warn-App an. Wer sein Smartphone nicht dabei hat, kann den QR-Code auch als Ausdruck mit nach Hause nehmen. Wir haben in den Apotheken gefragt, wie der Start lief.

Morschen
In der Kloster Apotheke in Morschen lief der Start sehr gut. „Es kommen sehr viele Kunden, die den digitalen Impfausweis wollen“, sagt Apothekerin Michaela Franke. Allein in den ersten zwei Stunden hätten sich etwa 15 Kunden eintragen lassen. „Das Angebot hat sich herumgesprochen“, sagt sie. Die Apothekerin habe einen Mitarbeiter abgestellt, der einen Kunden nach dem anderen abarbeite. Anmeldungen seien nicht nötig. „Auch die Technik funktioniert bisher reibungslos“, sagt Franke, „sowohl die Eintragung der Kundendaten, als auch die Verwendung der Apps.“

Melsungen
In der Aesculap Apotheke in Melsungen waren am Vormittag bereits 24 Kunden zur Eintragung da, berichtet Marina Zirwes. Sie sei schon ein bisschen erstaunt gewesen, dass das System sofort reibungslos funktionierte. Der Zugang sei praktisch mit der Eröffnung der Apotheke gekommen, sagt Inhaberin Eva Seitz. Es habe keine Möglichkeit bestanden, das System zu testen oder sich in Ruhe anzuschauen. 18 Euro gibt es für eine Eintragung, das sei angesichts des Aufwands aber angemessen. Pro Kunde benötige sie etwa fünf Minuten, berichtet Zirwes. Manche benötigten Hilfe bei den Apps, die ebenfalls beide einwandfrei funktionierten. Geimpfte könnten einfach vorbei kommen, einen Termin benötige man nicht, aber den Impfnachweis, sagt Zirwes.

Auch in der Rosen Apotheke und in der Bartenwetzerapotheke läuft alles reibungslos. In der ersten Stunde sei das System wohl ausgelastet gewesen, seitdem funktioniere es aber bestens, sagt Inhaber Dr. Alexander Schröder. 55 beziehungsweise 56 Geimpfte hatten sich in den Apotheken bis 11.30 Uhr eintragen lassen. „Viele nehmen die beiden Zettel mit den QR-Codes mit.“ Es gebe bei Bedarf aber auch Hilfestellungen für die Übernahme in die Apps, sagt Schröder. Ein Termin für die Eintragung ist nicht nötig.

Körle
Auch in der Apotheke Alte Schule in Körle holten sich gestern Vormittag direkt mehr als 20 Kunden den digitalen Impfpass ab, berichtet Kimberly Koblinsky. „Wir sind wirklich überrascht, dass es auch technisch so reibungslos funktioniert“, sagt Koblinsky. Lediglich das Einloggen habe ein Weilchen gedauert, daran könne aber auch die Internetverbindung Schuld sein. Bereits seit vergangener Woche hätten einige Kunden bereits wegen des digitalen Impfpasses angefragt. Bei dieser Gelegenheit hätten die Mitarbeiter immer direkt darauf hingewiesen, dass man doch bitte nicht direkt am Montag kommen solle. „So konnten wir den Ansturm vermeiden. Es haben sich keine Schlangen gebildet.“ Der Altersschnitt der Kunden, die wegen des Passes kommen, sei gemischt. Sowohl Ältere als auch Menschen mittleren Alters seien dabei. „Die Älteren hatten viele Fragen, wie das mit dem Handy funktioniert“, sagt Koblinsky. Sie bekommen einen Zettel mit, auf dem alles ganz genau beschrieben wird. „Dann kann es sich jeder in Ruhe durchlesen.“

Felsberg
In der Felsburg-Apotheke in Felsberg meldeten sich die Kunden am Montagvormittag zunächst vor allem telefonisch, um sich nach dem digitalen Impfpass zu erkundigen. „Das waren bestimmt schon 20 Anrufe heute Morgen“, sagt Eva Maria Müller bei der Nachfrage gegen 10.30 Uhr. Direkt vor Ort seien aber bislang nur drei oder vier Kunden gewesen. „Heute Morgen war die Plattform natürlich total überlastet, das war zu erwarten“, erzählt Müller. Inzwischen funktioniere es aber. Man wolle es eventuell so regeln, dass die Kunden ihre Unterlagen vorbeibringen und dann später wieder abholen könnten, um Wartezeiten in der Apotheke zu vermeiden.

Auch Steffen Grönig von der Edder-Apotheke berichtet von anfänglichen Schwierigkeiten: „Wir kamen gar nicht auf den Server drauf.“ Später am Vormittag klappte es dann aber. Die Nachfrage der Kunden hielt sich am Montagmorgen aber noch in Grenzen: „Es waren vielleicht drei oder vier Leute deswegen hier, sie rennen uns noch nicht die Bude ein.“ Ein Kunde habe explizit nachgefragt, ob es diese Woche noch klappen würde mit dem digitalen Impfpass – er wolle in Urlaub fahren und hätte dabei gern den digitalen Impfnachweis bei sich.  (Fabian Becker, Damai D. Dewert, Judith Féaux de Lacroix, Carolin Hartung)

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