Melsungen 

Doppelsieg beim Dichterwettstreit

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Kaleb Erdmann

Große Worte gab es am Freitagabend beim zweiten Melsunger Poetry Slam. Dieser fand anlässlich des 150-jährigen Schuljubiläums in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule statt.

Vier Slammer standen bei der Gemeinschaftsveranstaltung der Geschwister-Scholl-Schule, der Stadt Melsungen, der Brücken-Buchhandlung und der Culturinitiative Melsungen auf der Bühne, um den knapp 100 Zuschauern ihre Werke bei dem modernen Dichterwettstreit zu präsentieren.

„Ich finde es sehr schade, dass dieses Mal so wenig junge Leute gekommen sind“, sagte Michael Geise von der Brücken-Buchhandlung. Im vergangenen Jahr, als die Veranstaltung im Lutherhaus war, hätten mit 150 Besuchern viel mehr Menschen ihr Interesse an der modernen Poesie gezeigt, sagte er. Als Moderatoren sollten eigentlich Leticia Wahl und Marvin Ruppert durch den Abend führen. „Marvin hat heute Morgen ganz spontan die Männergrippe bekommen“, begründete Wahl, warum sie alleine moderierte.

Musikalisch wurde der Abend von der Big Band der Schule begleitet. Außerdem traten die Geschwister-Scholl-Schülerinnen Leonie und Charlotte auf. Sie hatten zuvor an einem zweitägigen Slammer-Workshop mit Leticia Wahl teilgenommen.

An diesem Abend bewiesen sie ihre Liebe zur Poesie und trugen ihre selbst geschriebenen Gedichte über rosa Elefanten und Liebeslieder vor.

Am Ende wurden sie von den Zuschauern zu den Siegerinnen der Herzen gekürt. Während die beiden Mädchen außer Konkurrenz auftraten, ging es für Jan König aus Frankfurt am Main, die beiden Kasseler Poeten Suse Bock-Springer und Flemming Wild sowie Kaleb Erdmann aus Leipzig um den Sieg beim Dichterwettstreit. Dabei hörten die Zuschauer ganz unterschiedliche Texte. Neben den Themen Kunst und Stalking, gab es auch eine Liebeserklärung an eine Pizza Hawaii.

Jan König führte eindrucksvoll aus, wie er einen Ausflug mit 14 handybegeisterten Kindern in den Wald unternahm und ihnen versuchte, die Natur näher zu bringen.

In seinem Gedicht hieß es unter anderem: „Zwischen dichten Fichten, über mannshohen Tannen, wo Spinngespinste die Astgabel spannen, spielen Hase, Rehkitz, Bache und Keiler, zwischen Moos und Gewächs, Wiese und Weiher“. Am Ende gab es - ermittelt durch den Applaus der Zuschauer - einen Doppelsieg. Als Sieger gingen Kaleb Erdmann und Jan König von der Bühne.

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