Positive Resonanz bei Aktion in der Stadthalle

DRK-Impfmobil in Melsungen: Viele wollen Booster

Zwei Frauen warten neben einem Aufsteller vor der Stadthalle Melsungen
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Claudia Dietz-Hecker (links) und Svenja Fusch stellten sich an, um sich nach einem halben Jahr ihre dritte Impfung abzuholen.

Das Impfmobil des Deutschen Roten Kreuzes machte gestern in Melsungen Halt. Geimpft wurde in der Stadthalle. Einige nutzten das Angebot, sich ohne Termin impfen zu lassen, auch für eine Erstimpfung.

Melsungen – Der Booster war die Wahl der Stunde beim Impftermin des mobilen Teams in Melsungen. Die meisten, die sich in der Schlange beim Impfmobil des Deutschen Roten Kreuzes an der Stadthalle anstellten, wollten den dritten Piks gegen das Coronavirus – so eine stichprobenartige Nachfrage am Donnerstagmorgen.

Allzu lang war die Schlange nicht bei frösteligem Wetter. Einen kurzen Schneeregen bekamen die Wartenden ab. Geduldig stellten sich die Menschen in die Schlange, dick eingekleidet und teils bewaffnet mit Regenschirmen. Wartezeiten von etwa eineinhalb Stunden musste man einplanen. Dafür gab es neben den Vakzinen von Moderna und Biontech auch Tee von der Stadt. Jordan Madison und Ela Kaja verteilten das Heißgetränk vor der Halle.

Die Veranstaltung sei gut organisiert, sagte die Leiterin des mobilen Impfteams Julia Weber vom DRK Schwalm-Eder. Die Stadthalle sah mit Wartebereich und verdeckter Impfkabine wie ein kleines Impfzentrum aus. Am Ende der Reihe gab es den Eintrag in den Impfpass und der Weg ging in einer Einbahnführung hinaus zurück durch die Garten.

Vor der Tür gab es verschiedene Meinungen zum mobilen Impfen. Einige lobten die unkomplizierte Handhabung. Einfach Ausweis und Karte mitbringen und dann warten bis man dran kommt. Super. Andere kritisierten die Auflösung der Impfzentren im Landkreis. Reinhard Meissner versteht das nicht. In Calden habe man das Impfzentrum doch auch nicht abgebaut. Warum musste das im Schwalm-Eder-Kreis sein? Er habe das strukturierte Impfen dort bevorzugt.

Ließen sich von Kälte und Schneeregen nicht abhalten: Sigrid Stölzer und Reinhard Meissner waren auch zum Impfen in Melsungen.

Nur für wenige war es die erste Impfung. Ein junger Mann hat sich jetzt doch überzeugen lassen. „Lieber freiwillig, als dann gezwungen“, sagte er. Bei vielen war das halbe Jahr nach der zweiten Impfung abgelaufen, wie bei Claudia Dietz-Hecker und Svenja Fuchs.

Beide arbeiten im medizinischen und sozialen Beruf und wollen sich und andere schützen. Sie begrüßen es, dass man nun direkt vor Ort geimpft wird und nicht bis nach Fritzlar fahren muss. Das Warten nehmen sie in Kauf und waren schon eine halbe Stunde früher vor Ort. Ebenso begierig auf die dritte Impfung war Marko Schade. Der Frührentner ist gesundheitlich vorbelastet und bekam bei seinem Hausarzt keinen Impftermin mehr.

So ging es auch Sigrid Stölzer. Die Termine bei den Hausärzten gehen bis in den Februar hinein. Das ist ihr zu lang, schließlich stehe auch Weihnachten vor der Tür. Ob Moderna oder Biontech, sie will auf jeden Fall geschützt sein. „Ich bin informiert und habe keine Bedenken gegen einen speziellen Impfstoff.“ Ob die Impfung denn nun auch gegen die neue Virusvariante Omikron hilft, hofft Stölzer. Aber da müsse man nun abwarten, was die Wissenschaft herausfindet. „Hauptsache geschützt“, stimmen die beiden Rentner Astrid und August Zinn mit ein.

Iris Poth, Mitarbeiterin beim DRK musste in der Stadthalle dennoch einige über die Wirksamkeit der verschiedenen Impfstoffe aufklären. (Christine Thiery)

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