Melsungen

Einfach mal ungestört sein: Jugendliche haben jetzt einen eigenen Raum bei der Haspel in Melsungen

Sie haben es gemütlich: In der neuen Teestube der Haspel von links Julia Brandenstein (Leitung der Haspel), Jiwan Ajo, Diklar Ahmed, Diethardt Roth (Vorsitzender des Vereins), Marion Karmann (Regionalmanagerin) und Bürgermeister Markus Boucsein.
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Sie haben es gemütlich: In der neuen Teestube der Haspel von links Julia Brandenstein (Leitung der Haspel), Jiwan Ajo, Diklar Ahmed, Diethardt Roth (Vorsitzender des Vereins), Marion Karmann (Regionalmanagerin) und Bürgermeister Markus Boucsein.

Aus der alten Abstellkammer ist die neue Teestube der Haspel geworden. Dort können sich nun Jugendliche in Melsungen treffen.

Melsungen – Eine kleine Sitzgruppe mit Tisch, daneben eine Musikanlage, ein Tischkicker und eine Dartscheibe – und gegenüber kann man auf einer gemütlichen roten Couch Platz nehmen, auch eine Küchenzeile mit Hochtisch gibt es.

So sieht die neue Teestube im Erdgeschoss des Melsunger Jugendtreffs Die Haspel aus. Aus der alten Abstellkammer ist das neue Schmuckstück geworden.

2020 wurde der Raum von Grund auf erneuert und nun offiziell als Teestube eingeweiht. Wände, Böden und Mobiliar, alles ist neu. Die Einrichtung ist so gestaltet, dass mehrere Nutzungen möglich sind.

Eine Umfrage der Stadtentwicklung Melsungen 2040 hatte ergeben, dass sich die älteren Jugendlichen einen eigenen Raum wünschen, um sich zurückzuziehen und von den Jüngeren ungestört zu reden.

Der ungenutzte Raum im Erdgeschoss der Haspel wurde daher als neuer Jugendraum auserkoren.

„Der Raum wird für die Jugendlichen nach Bedarf geöffnet werden“, erklärt Julia Brandenstein, Leiterin der Haspel, das Konzept. In den Öffnungszeiten der Haspel stehe der Raum zur Verfügung und könne ohne Betreuer betreten werden.

Um den Jugendlichen diesen vertrauensvollen Umgang zu ermöglichen, soll es eine Nutzungsordnung und eine Ausleihvereinbarung geben.

Bei der Gestaltung ihres neuen Raumes haben die Jugendlichen mitbestimmt. „Der Jugendbeirat der Haspel wurde eingebunden und hat nach den Vorstellungen gefragt“, berichtet Brandenstein.

Da die Jugendlichen den Raum bei Bedarf umgestalten wollen, fiel die Wahl auf bewegliche Möbel.

Die roten Sofas werden der Lieblingsplatz von Jiwan Ajo. „Dort kann man zusammen sitzen und reden oder auch am Tisch arbeiten“, sagt er. Hinter dem gemütlichen Vorhang befindet sich die alte Küchenzeile.

Diklar Ahmed findet das gut: „So müssen wir nicht extra nach oben, um etwas zu trinken.“ Die Mitarbeiter der Haspel hoffen, mit der Erweiterung des Angebots noch mehr Jugendliche anzusprechen.

Die Sanierung wurde durch eine Förderung der Regionalentwicklungsgesellschaft Mittleres Fuldatal ermöglicht. Von 11 000 Euro Gesamtkosten hat die Regionalentwicklung knapp 7350 Euro übernommen.

Weitere 1000 Euro hat die VR-Partner-Bank Chattengau-Schwalm-Eder zur Verfügung gestellt. Die restlichen Kosten hat der Verein Melsunger Jugendtreff aufgebracht.

Marion Karmann, Regionalmanagerin Mittleres Fuldatal, war erfreut, am Projekt mitzuwirken. „Wir wissen noch nicht genug, was Jugendliche brauchen oder welche Projekte schnell umgesetzt werden können.“

Gerne möchte die Organisation weitere Projekte unterstützen. Bürgermeister Markus Boucsein freut sich, dass der Wunsch der Jugend mit diesem Raum erfüllt wird. „Ich bin sicher, dass er gefällt.“ (Sabrina Liebsch)

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