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Einsatz für Melsunger Krankenhaus - Linke sammeln Unterschriften

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Von: Damai Dewert

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Die Linke sammelte Unterschriften: Im Bild von links Jürgen Bachmann, Gesundheitsdezernent Jürgen Kaufmann und Jochen Böhme-Gingold.
Die Linke sammelte Unterschriften: Im Bild von links Jürgen Bachmann, Gesundheitsdezernent Jürgen Kaufmann und Jochen Böhme-Gingold. © Die Linke

Die Stadt Melsungen freue sich über jedes Engagement zum Erhalt des Melsunger Krankenhauses, das sagt Ulrike Hund, Erste Stadträtin.

Melsungen – Die Linken im Schwalm-Eder-Kreis hatten jüngst eine Unterschriftenliste an Gesundheitsdezernent und Ersten Kreisbeigeordneten Jürgen Kaufmann übergeben. Außerdem fordert der Melsunger Kreistagspolitiker Jochen Böhme-Gingold einen runden Tisch zum Thema.

Genau 1209 anonymisierte Unterschriften zum Neubau der Melsunger Klinik übergaben die Vertreter der Partei Die Linke an Kaufmann (SPD). „Innerhalb kürzester Zeit haben wir diese große Anzahl gesammelt“ erklärte der Linken-Kreisvorsitzende Jürgen Bachmann. Das zeige, dass die Menschen in und um Melsungen eine gute Notfall- und Grundversorgung dringend bräuchten.

Krankenhaus bei Sondersitzung Thema

Auch in einer Sondersitzung der Melsunger Stadtverordneten am Dienstag, 24. Januar spielt der Erhalt der Klinik eine Rolle. So soll laut Ulrike Hund unter anderem eine Petition auf den Weg gebracht werden. Wir benötigen in Melsungen eine gute Gesundheitsversorgung, eine Notaufnahme und vor allem auch einen Durchgangsarzt für die vielen Berufstätigen in Melsungen, sagt die SPD-Politikerin. Der aktuelle Zustand sei unbefriedigend.

Die Entfernungen zum nächsten Krankenhaus würden immer weiter und weiter, hätten viele Menschen anlässlich der Unterschriftensammlung geklagt, sagt Bachmann. „Der Weg bis dahin kann für manchen zu lang sein. Dies muss unbedingt verhindert werden“, sagt Böhme-Gingold. Viele Menschen seien vor langer Zeit nach Melsungen gezogen, unter anderem auch, weil es dort ein Krankenhaus gebe, ergänzte Bachmann.

Ältere Menschen und Nicht-Autofahrer unterstützen

Gerade ältere Menschen und solche ohne eigenes Autos sagten, dass sie als Nicht-Autofahrer eine Gesundheitsversorgung vor Ort dringend benötigten, so der Linken-Politiker zu den Rückmeldungen der Unterschriftenaktion. „Leider wurde unser Antrag auf Neubau des Melsunger Krankenhauses Anfang Dezember im Kreistag abgelehnt“, bedauerte der Kreistagsabgeordnete Böhme-Gingold.

Während Günter Rudolph (SPD) mit viel Polemik den Antrag im Kreistag abgeschmettert habe, so sagt Böhme-Gingold, stellte Melsungens SPD-Chef Volker Wagner parallel die Weichen für ebendiesen Neubau. Zum Teil mit den gleichen finanziellen Vorstellungen, wie die der Linken im Kreistagsantrag.

Jürgen Kaufmann halte hingegen unbeeindruckt weiter am Konzept eines intersektoralen Gesundheitszentrums fest. „Hier weiß die rechte Hand der SPD nicht, was die linke Hand tut“, wundert sich Böhme-Gingold. So könne das nicht funktionieren, wenn jeder sein eigenes Süppchen koche. „Dabei bleibt die Gesundheitsversorgung der Menschen auf der Strecke.“

Klinik soll nicht länger in privater Hand sein

Die Linken fordern daher außerdem, einen runden Tisch zum Krankenhaus. An diesen gehörten Vertreter der Stadt Melsungen, des Schwalm-Eder-Kreises und des Landes Hessen.

Aus Sicht der Linken sei es vor allem wichtig, dass die Klinik wieder in die öffentliche Hand komme – also rekommunalisiert werde. „Die Privatisierung von Krankenhäusern gefährdet die Gesundheit der Menschen“, sagt Böhme-Gingold.
(Damai D. Dewert)

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