Ganztagsbetreuung

Eltern fordern Ganztagsbetreuung: Petition an die Stadt Melsungen übergeben

Bessere Betreuung für Grundschüler am Nachmittag: von links Julia Zippel, Nadine Schmidt, Nadja Reiff (vom Kinderverein Röhrenfurth) und Heiko Bamberger überreichten Bürgermeister Markus Boucsein die Petition. Im Vordergrund von links Bennet, Niklas, Dana, Simon (im Kinderwagen) und Mairi.
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Bessere Betreuung für Grundschüler am Nachmittag: von links Julia Zippel, Nadine Schmidt, Nadja Reiff (vom Kinderverein Röhrenfurth) und Heiko Bamberger überreichten Bürgermeister Markus Boucsein die Petition. Im Vordergrund von links Bennet, Niklas, Dana, Simon (im Kinderwagen) und Mairi.

Eltern aus Melsungen und Röhrenfurth fordern eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler auch am Nachmittag.

Melsungen – Am Mittwoch wurde eine entsprechende Petition mit 166 Unterschriften an den Melsunger Bürgermeister Markus Boucsein übergeben. Die Eltern bemängeln, dass eine qualitativ gute Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder nicht möglich sei. Sie fordern ein Konzept für eine geregelte Nachmittagsbetreuung. Denn künftig bestehe ein Rechtsanspruch auf den Betreuungsplatz.

Außerdem sollten die betroffenen Eltern und Mitarbeiter der Einrichtungen in die Erarbeitung dieses Konzepts einbezogen werden. Es müsse ein Pakt für den Nachmittag geschlossen werden, hieß es.

Nachfrage nach Ganztagsbetreuung ist hoch

Die Petitionsunterstützer, allen voran Heiko Bamberger aus Melsungen, fordern den Landkreis und die Stadt auf, das Konzept gemeinsam mit dem Schulamt, dem Kultusministerium, den Schulen und Kooperationspartnern zu erarbeiten. Eine entsprechende finanzielle Ausstattung müsse erfolgen.

Bis zum Schuleintritt würden Stadt und Landkreis Schwalm-Eder der Verantwortung einer Ganztagsbetreuung am Morgen und am Nachmittag gerecht. Für die Nachmittagsbetreuung mangele es aber an Professionalität. Auch für Grundschulkinder gibt es Bedarf: Die Nachfrage seitens der Eltern nach Nachmittagsplätzen für die Grundschulkinder sei hoch. Hierfür fehle sozialpädagogisches Personal.

Hilfe durch Vereine

Durch eine Kooperation mit Vereinen und ehrenamtlich tätigen Personen wie Künstlern, Musikern oder Landwirten, dem Angebot der Haspel und den Kirchen könnte ein buntes Nachmittagsprogramm geschaffen werden.

Seitens der Grundschule am Schloth wurde ein Antrag zum Ausbau der Ganztagsbetreuung gestellt. In der Wolfgang-Fleischert-Schule in Röhrenfurth gibt es eine Nachmittagsbetreuung durch den Kinderverein Röhrenfurth mit viel Engagement. Auch an der Christian-Bitter-Schule in Melsungen besteht dieses Angebot. Alle benötigen aber Unterstützung und eine professionelle Ausrichtung, hieß es.

Bürgermeister Markus Boucsein sicherte volle Unterstützung seitens der städtischen Gremien zu. Teilweise müssten die Grundschulen erweitert werden, um die Nachmittagsbetreuung gewährleisten zu können. Aktuell herrsche Personalmangel.

Kindergärten und Schulen müssen zusammenarbeiten

Eine enge Verzahnung zwischen Kindergärten und Schulen müsse erfolgen, sagte Boucsein. Seiner Meinung nach seien Land und Bund bei der Verwirklichung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz schlecht aufgestellt. Die Gespräche zwischen Stadt, Kreis und Land müssten vertieft und die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden.

Heiko Bamberger betont in der seiner Petition, dass alle bisherigen Angebote erhalten und weiterentwickelt werden sollten. Vor allem dürften die klassischen, bisher sehr erfolgreich arbeitenden Horte nicht auf der Strecke bleiben. (Helmut Wenderoth)

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