Kindergarten Fuldaufer kostet 3,13 Millionen Euro

Neuer Kindergarten am Fuldaufer in Melsungen

In einem Gruppenraum der neuen Kita Fuldaufer in Melsungen malen und spielen Kinder an einem Tisch.
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Die Kinder finden ihren neuen Gruppenraum toll. Sie haben viel Platz zum Malen, Basteln, Spielen, Verkleiden und Bücher anschauen.

Aus dem kleinen Kindergarten Kasseler Straße wurde der große Kindergarten Fuldaufer. Gab es bis vor sechs Wochen in einem Wohnhaus an der Kasseler Straße nur Platz für 30 Kinder, werden nun 124 Kinder in einem Neubau am Melsunger Fuldaufer betreut.

Melsungen - Tanja Schmidt leitet plötzlich eine Art kleines mittelständisches Unternehmen mit 20 Erziehern und zwei Küchenfrauen. Erwachsene und Kinder haben sich gut eingelebt. Pandemiebedingt können die Kinder zwar das offene Konzept nicht nutzen, das im Kindergarten gilt. Aber sie haben in den großzügigen Gruppenräumen viel Platz zum Malen, Basteln, Spielen und Bücher ansehen.

Wer die Kita betritt, wird von einer tollen Aussicht durch die große Fensterfront auf das Außengelände und die Fulda empfangen. Für das Foyer mit dem Treppenaufgang wurden vor wenigen Tagen die letzten Sitzbänke angeliefert. Dort befindet sich auch der Wartebereich mit Cafétresen für die Eltern, deren Kinder in der Krippe eingeweiht werden, der Platz unter der Treppe wird als Parkplatz für die motorbetriebenen Krippenwagen genutzt.

Auch sonst ist die Kita gut durchdacht. Es gab viele Treffen zwischen Stadt, Kitaleitung und Darius Maloschek, dem Projektleiter für die Stiftung. Der Neubau wurde perfekt auf die Bedürfnisse der Kinder und Mitarbeiter zugeschnitten. Beispielsweise gibt es im Sanitärbereich Mini-Toiletten für die Krippenkinder, in der Küche stehen kleine Anrichten, an die auch Dreijährige ranreichen können, es gibt einen Sprachförderraum für Kinder, einen Forscherraum mit Holzwerkbank und Becherlupen-Sets.

Und damit die Kinder so schnell wie möglich im Freien toben können, wurde Rollrasen im Außengelände verlegt. Das war zwar deutlich teurer als Grassamen, „aber dafür können die Kinder schon im April draußen spielen“, berichtet Projektleiter Darius Maloschek. Ein eingesäter Rasen hätte erst im September betreten werden dürfen.

Deutlich teurer seien auch die Alufenster geworden, die nachhaltiger seien als die eigentlich geplanten Kunststofffenster. Zu den zusätzlichen Ausgaben zählen auch die Doppelmarkise und der Speisewagen (Artikel unten). Aber die ursprünglich veranschlagten Kosten von 3,3 Millionen Euro konnten auch durch frühe Ausschreibung der Gewerke trotz noch nicht fertiger Detailplanung auf insgesamt 3,13 Mio. Euro gesenkt werden. (Claudia Feser)

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