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Entwarnung: Extremes Hochwasser ist nicht in Sicht

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Von: Fabian Becker

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Bei Neumorschen: Die Fulda ist aktuell über die Ufer getreten und hat Wege, Wiesen und Pflanzen rechts und links des Flusses überflutet.
Bei Neumorschen: Die Fulda ist aktuell über die Ufer getreten und hat Wege, Wiesen und Pflanzen rechts und links des Flusses überflutet. © Manfred Schaake

„Wir bekommen kein extremes Hochwasser in der Region“, sagt Günter Gros, Leiter der Außenstelle Rotenburg des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden (WSA).

Kreisteil Melsungen – Er ist auch für den Kreisteil Melsungen zuständig. „Bei den jetzigen Wasserständen muss sich keine Stadt und Gemeinde im Kreisteil Melsungen vor dem Hochwasser fürchten.“ Die kritische Marke von vier Metern erreichen wir nicht“, sagt Gros.

Das sei der Knackpunkt, ab dem das Wasser der Flüsse besonders ausufere. „An der Fulda ist zu sehen, dass das derzeitige Hochwassser schon wieder auf dem Rückzug ist.“ Von 3,85 Meter am Sonntag sei der Pegel an der WSA-Messstelle in Rotenburg auf 3,75 Meter gefallen. Zum Vergleich: „Der Durchschnittspegel über zehn Jahre liegt bei 1,7 Meter“, sagt der WSA-Außenstellenleiter. Im Sommer sei der Pegel oft bei 1,1 bis 1,2 Meter.

Sonst nicht so breit: Die Eder bei Felsberg führt derzeit besonders viel Wasser.
Sonst nicht so breit: Die Eder bei Felsberg führt derzeit besonders viel Wasser. ©  Heike Bernhardt

Das derzeitige Hochwasser sei auf starke Niederschläge in der vergangenen Zeit zurückzuführen, erklärt Gros. „Es gibt zwar auch in den kommenden Tagen wieder Niederschläge“, sagt er. „Besonders am und um das Wochenende ist da aber auch viel Schnee dabei.“ Der bleibe weitgehend liegen und hebe daher den Wasserpegel nicht wesentlich.

Was die Eder angeht, kann der WSA-Außenstellenleiter keine genauen Angaben zu den Pegelständen machen. Er sagt aber: „Aus dem Ederstausee wurde Wasser abgelassen, um das Hochwasser abfangen zu können.“

Melsunger Fuldaufer: Eine Bank steht im Hochwasser, der Schuh wurde wohl angeschwemmt.
Melsunger Fuldaufer: Eine Bank steht im Hochwasser, der Schuh wurde wohl angeschwemmt. © Manfred Schaake

Wann sich das Hochwasser in der Region wieder zurückzieht, ist laut Gros derzeit schwierig vorherzusagen. „Das Problem ist, dass die Böden rund um die Fulda und die Eder derzeit mit Wasser gesättigt sind, deswegen können sie kaum noch Wasser aufnehmen“, erklärt er. Außerdem hänge es natürlich davon ab, wie viele Niederschläge es in den kommendenden Tage gebe.
(Fabian Becker)

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