Fichten aus Schwarzenberg und Melsungen

Er ist der Größte von 300: Melsunger Weihnachtsbaum steht 

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Von Schwarzenberg nach Melsungen: Die Fichte von Helmut Sinning aus Schwarzenberg steht neben dem Melsunger Rathaus und wird den Weihnachtsmarkt zieren.

Melsungen. Die Fichte am Melsunger Rathaus wird der meistbestaunteste Baum in der Region sein.

Denn er steht im Zentrum des Melsunger Weihnachtsmarktes: direkt neben dem Rathaus. Vorgestern stand er noch im Garten von Helmut Sinning aus Schwarzenberg – und das 25 Jahre lang.

Dort thronte sie frei in einer Ecke und konnte zehn Meter hochwachsen. Was für die Lichtverhältnisse in Sinnings Garten schlecht war, ist für den Melsunger Weihnachtsmarkt perfekt: Denn der schöne Wuchs sorgte dafür, dass diese Fichte neben das Rathaus platziert wurde. Und weil ihr Stamm einige Zentimeter dünner als der der Blaufichte von Wolfgang Söffge aus Melsungen ist, „passte die Fichte prima in die Bodenhülse“, verrät der stellvertretende Bauhofleiter Axel Schäfer.

Vom Schwiegervater gesetzt

Die imposante Blaufichte von Wolfgang Söffge steckt nun in der Bodenhülse am Sparkassenplatz. Vor rund 30 Jahren hatte sie Söffges Schwiegervater auf dessen Grundstück in Melsungen gepflanzt. Sie wuchs freistehend und versteckte in den vergangenen Jahren eine Garage. Weil sie aber immer höher wuchs, befürchtete Söffge, dass die Blaufichte mal umstürzen könnte. Deshalb entschied er sich, sie der Stadt als Weihnachtsbaum zu spenden.

Am Mittwoch gefällt

Am Mittwoch wurde sie von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs gefällt und am Sparkassenplatz aufgestellt. „Jetzt kann sie an ihrem Lebensende noch mal schön leuchten“, sagt Wolfgang Söffge. Er hat sie auch schon am neuen Standort besucht, im Gegensatz zu seinem Baumspender-Kollegen Helmut Sinning.

Der Schwarzenberger will seine prächtige Fichte bald am Marktplatz besichtigen – an die Lücke in seinem Garten müsse er sich erst gewöhnen, sagt er. Das gilt auch für Wolfgang Sinning, der in seinem Garten in die neue Lücke eine Tanne pflanzen möchte. Damit die Garage bald wieder verdeckt wird.

Nach Totensonntag werden die großen Weihnachtsbäume mit Lampen bestückt und geschmückt, kündigt Bauamtsleiter Martin Dohmann an. Rechtzeitig zum Beginn der „Weihnacht im Winterwald“ am 1. Dezember werden sie leuchten. Zusätzlich werden mehr als 300 kleinere, zugekaufte Weihnachtsbäume am Marktplatz und in den Seitenstraßen der Altstadt aufgestellt.

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