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„Er war ein feiner Mensch“: Martin Lüdicke ist tot

Als „ganz feinen Menschen“ beschreiben seine Weggefährten Martin Lüdicke. Der Melsunger ist im Alter von 72 Jahren gestorben.
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Als „ganz feinen Menschen“ beschreiben seine Weggefährten Martin Lüdicke. Der Melsunger ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

Martin Lüdicke ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren. Sein Tod trifft die Stadt und die MT Melsungen sehr.

Melsungen – Martin Lüdicke ist tot. Der Melsunger starb im Alter von 72 Jahren nach schwerer Krankheit. Mit ihm verliert die Stadt einen tragenden Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens.

Den meisten Menschen war der Rechtsanwalt durch sein Engagement für den Melsunger Handballsport bekannt: Seit 1998 war Lüdicke Geschäftsführer der MT Spielbetriebs- und Marketing GmbH, vor acht Jahren rückte er in den Vorstand der MT AG vor. Damit war Lüdicke fast 25 Jahre lang in verantwortlicher Position für den Spitzenhandball in Melsungen aktiv.

„Sein Tod trifft die gesamte Melsunger Turngemeinde sehr, menschlich wie fachlich“, sagt Alexander Schröder, Vorsitzender des 160 Jahre alten Vereins Melsunger Turngemeinde. Lüdicke habe aufgrund seiner juristischen Ausbildung immer alles im Blick gehabt. „Er war der Bodenständige mit dem großen Überblick.“ In den Vordergrund habe er sich nie gedrängt – und doch, völlig selbstverständlich, Verantwortung übernommen.

Tod von Martin Lüdicke aus Melsungen: Ehepaar war sportlich engagiert

Wer an die MT denkt, verbindet mit dem Profiverein immer auch Martin Lüdicke und seine Ehefrau Barbara Braun-Lüdicke, die Aufsichtsratsvorsitzende ist. Das Ehepaar war auch in seinem gemeinsamen sportlichen Engagement ein gutes Team.

Mit der Eheschließung heiratete Martin Lüdicke in die Unternehmerfamilie Braun ein, deren Medizintechnik-Unternehmen mittlerweile der größte Arbeitgeber im Schwalm-Eder-Kreis ist. „Aber Martin Lüdicke ist immer der geblieben, der er war“, sagt Alexander Schröder, „er war ein ganz feiner Mensch.“ Schröder schätzte Lüdickes feinen Witz und seine schelmische Art.

Ähnliches berichtet auch Bürgermeister Markus Boucsein über Martin Lüdicke: „Er strahlte immer aus seiner Ruhe heraus eine Zufriedenheit aus.“

Mit seiner zurückhaltenden, liebenswerten, unaufgeregten Art und seiner fast schon stoischen Ruhe hat Martin Lüdicke seine Anliegen umgesetzt. Zumeist aus dem Hintergrund hat er viele Institutionen in der Stadt unterstützt.

Martin Lüdicke: Freund der Stadt Melsungen

Denn als ein Freund der Stadt Melsungen – er war auch in der Altstadt zuhause – war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, Teil des gesellschaftlichen Lebens zu sein. Lüdicke engagierte sich vielfältig. Zum Beispiel bei der Kasinogesellschaft, wo er seit vielen Jahren Schriftführer war.

Sein Schwiegervater Dr. Bernd Braun sei zeitlebens das wichtigste Mitglied der Kasinogesellschaft gewesen, berichtet Dr. Jochen Sturm, stellvertretender Vorsitzender der Kasinogesellschaft. Deshalb war der Eintritt des Schwiegersohns Martin Lüdicke in die 1823 als Abendgesellschaft gegründete Vereinigung selbstverständlich.

Tod von Martin Lüdicke aus Melsungen hinterlässt große Lücke

Der dreifache Familienvater hat seine Aufgabe im Verein ernst genommen und Verantwortung übernommen. „Mit ihm konnte man immer gut zusammenarbeiten“, sagt Sturm. Lüdicke sei ein sehr aufmerksamer und hilfsbereiter Freund gewesen, „auf ihn konnten wir uns hundertprozentig verlassen“.

Eine große Lücke wird Martin Lüdicke auch beim Akademiker-Stammtisch hinterlassen, zu dessen Vorsitzendem er im kommenden Jahr ernannt werden sollte, berichtet Jochen Sturm. Alle zwei Wochen trafen sich die zwölf Freunde in Melsungen, einmal im Jahr ging’s gemeinsam auf Reisen. Und Pläne fürs nächste Jahr schmiedeten die Freunde zuhause bei Lüdickes – und bei Weckewerk und Ahler Wurscht.

Die Beisetzung von Martin Lüdicke findet im engsten Kreis statt, ebenso die Trauerfeier für geladene Gäste. (Claudia Feser)

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