Event ist bei Familien beliebt

Die Erdbeersaison ist eröffnet: Selbstpflücken auf Feldern in der Region

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Benno und Bruno, die Enkel von Peter Brandau, naschen gerne von den roten Früchten.

Groß, rund und saftig: Auf den Feldern im Schwalm-Eder-Kreis wachsen Erdbeeren, soweit das Auge reicht. Jetzt zum Pfingstwochenende eröffnen viele Landwirte die Selbstpflücker-Saison.

Auf dem Feld von Peter Brandau in Adelshausen etwa kann auf einem Hektar Fläche gepflückt werden. Mit einem Eimer ausgestattet kann es auch schon losgehen. Wer keinen eignenen Sammelbehälter mitbringt, kann sich vor Ort einen Korb für 70 Cent kaufen.

Kunden dürfen eigene Sonnenschirme und Getränke mitbringen. Besonderes Schuhwerk ist nicht nötig, wegen des bestrohten Untergrunds sind die Pflanzen trockenen Fußes erreichbar. Wichtig ist, zwischen den Pflanzenreihen zu bleiben, und die Früchte nicht zu zertreten. Naschen während der Ernte ist erlaubt.

Wer während des Pflückens eine Pause braucht, kann eine der bereitgestellten Stühle im Schatten unter den Bäumen am Feldrand nutzen. Dieses Jahr gibt es auf dem Adelshäuser Feld eine Neupflanzung. Das bedeutet, dass die Erdbeeren an einer anderen Stelle wachsen als im vergangen Jahr. Alle zwei Jahre müssten die Pflanzen an einem anderen Standort gepflanzt werden, sagt der Landwirt. Das wirke sich positiv auf den Geschmack der Früchte aus. „Je jünger die Erdbeeren sind, desto besser sind sie im Ertrag“, erklärt Brandau.

Hoffen auf viel Kundschaft: Peter und Sabine Brandau mit zwei vollen Schälchen.

Im ersten Jahr sei der Geschmack der Früchte am intensivsten. Frisch gepflückt bleiben die Erdbeeren ungefähr drei Tage genießbar. Für die Aufbewahrung hat Peter Brandaus Ehefrau Sabine folgenden Tipp. „Wenn man sie eine Nacht stehen lässt, schmecken sie am nächsten Tag noch aromatischer.“

Statt die roten Früchte einfach abgepackt im Supermarkt zu kaufen, entscheiden sich viele Kunden fürs Selbsternten. Vor allem bei Familien mit Kindern sei das Ernten beliebt, sagt Brandau. „Viele halten unterwegs spontan an, wenn sie sehen, dass man hier selbst pflücken kann“, sagt Brandau. Großstädter, die in der Region zu Besuch seien, nutzten das Selbstpflückfeld, um ihren Kindern zu zeigen, wie Erdbeeren wachsen.

Das Adelshäuser Feld befindet sich links hinter dem Ortseingang aus Richtung Melsungen. Parkmöglichkeiten sind entlang der Straße parallel zum Feld. Gelegenheit zum Selbstpflücken gibt es auch in Körle bei Landwirt Stefan Friedrich. Sein Erdbeerfeld liegt in der Körler Ortsmitte beim Wasserhochbehälter. Friedrich benutzt keine Insektizide für seine Pflanzen, die Früchte können ungewaschen gegessen werden. Auch hier gilt: Die Pflücker dürfen während der ernte naschen. In Wabern-Zennern, Gippes 1, bietet Familie Stiehl ein Selbstpflücker-Feld an.

Felder sind täglich geöffnet

Das Selbstpflückerfeld von Landwirt Peter Brandau in Adelshausen hat täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Wie lange die Saison für die Selbstpflücker dauert, kann Brandau allerdings noch nicht genau sagen. Selbstpflücker zahlen 2 Euro pro Kilo Erdbeeren. Bei Stefan Friedrich kostet ein Kilo selbstgepflückte Erdbeeren 2,60 Euro. Der Verkauf startet am heutigen Samstag. Geöffnet hat das Feld montags bis samstags von 8 bis 19.30 Uhr und sonntags von bis 18 Uhr.

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