Melsungen: Bauarbeiten an Wassertreppe

Die erste Stufe ist fertig – Bau der Wassertreppe in Melsungen nimmt Fahrt auf

Steht auf der ersten fertigen Stufe der Wassertreppe: Vorarbeiter Timo Beck von der Firma Sippel Bau arbeitet auf der Baustelle in Melsungen.
+
Steht auf der ersten fertigen Stufe der Wassertreppe: Vorarbeiter Timo Beck von der Firma Sippel Bau arbeitet auf der Baustelle in Melsungen.

Die unterste von fünf Stufen ist fertig. Jetzt nehmen die Bauarbeiten an der Wassertreppe in Melsungen Fahrt auf. Im August soll sie fertig sein – etwa vier Monate später als geplant.

Melsungen – Bereits jetzt haben die Bauarbeiten, die vom Melsunger Unternehmen Sippel Bau vorgenommen werden, etwa 240.000 Euro gekostet. „Am Ende werden es rund 670.000 Euro sein“, sagt die Melsunger Bauamtsleiterin Nadine Finn.

Wassertreppe in Melsungen: Verzögerung

„Die Gründe für die Verzögerung sind der lange Winter und ein zwischenzeitlich hoher Wasserstand“, sagt Finn. Dieser lag zeitweise bei etwa zwei Metern, sagt Stefan Sippel, Geschäftsführer von Sippel Bau. Aktuell liege er bei etwa 80 Zentimetern. Es sei den Bauarbeitern um Vorarbeiter Timo Beck dadurch zum Beispiel nicht möglich gewesen, Bauteile zu setzen und Materialien wie Beton aushärten zu lassen.

Wassertreppe in Melsungen: Sicherheit

„Außerdem waren deswegen weitere Sicherheitsvorkehrungen nötig“, sagt die Bauamtsleiterin. Durch den hohen Wasserstand habe der Damm verstärkt werden müssen, sodass er laut Sippel aus aktuell 180 Sandsäcken besteht. Auch die zusätzliche Sicherung einer Gasleitung am Baugelände sei notwendig gewesen und habe Absprachen erfordert, zum Beispiel mit dem Energieversorger EAM.

Zu den Sicherungsvorkehrungen gehöre auch eine vorgeschriebene Rettungsmöglichkeit für den Fall, dass ein Bauarbeiter in die Fulda fällt. Dazu gibt es an der Baustelle ein Tretboot der Stadt Melsungen, das eigentlich von Touristen an der Zwei-Pfennig-Brücke genutzt wird.

Über fünf Stufen an die Fulda: So soll die Melsunger Wassertreppe spätestens im August aussehen. Das Haus im Hintergrund soll das Café Krone sein.

Wassertreppe in Melsungen: Restarbeiten

Für die Wassertreppe müssen Beck und seine Kollegen noch weitere Betonteile gießen und platzieren sowie Granitplatten setzen. „Das sind Präzisionsarbeiten“, sagt Finn. Denn: „Ein Betonteil wiegt bis zu 600 Kilogramm und ist so empfindlich, dass es bei wenig Druck bricht“, sagt Sippel. Ein Teil der Baustelle besteht zurzeit noch aus dem Asphalt des Parkplatzes am Sand, der teilweise für den Bau der Wassertreppe abgerissen wird. Dieser Asphalt wird bald abgetragen, dient aber zurzeit noch als Abstellfläche für die Maschinen und Baumaterialien.

Zudem werden in die Treppe noch Weiden gepflanzt. „Wir haben uns bei der Auswahl der Bäume am Gehölz in der Umgebung orientiert“, sagt die Bauamtsleiterin.

Wassertreppe in Melsungen: Parkplätze

Derzeit gibt es durch die Baustelle weniger Parkplätze in Melsungen, da auch die Parkplätze, die den Wegfall durch die Wassertreppe auffangen sollen, noch im Bau sind, etwa bei Vockeroth. „Das ist eine unglückliche Situation“, sagt Finn, „es ist aber derzeit leider nicht zu ändern.“ (Fabian Becker)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.