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Evangelische Jugend Melsungen Stadt organisierte Open air

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Arbeit und Bildung: Artmobil mit geflüchteten Frauen aus der Gemeinschaftsunterkunft Melsungen sowie Besucher und Einheimische auf dem Fest. Mit bunter Perücke: Elena Gavrilova, Mitwirkende bei Artmobil, einem Kulturprojekt für Frauen.
Arbeit und Bildung: Artmobil mit geflüchteten Frauen aus der Gemeinschaftsunterkunft Melsungen sowie Besucher und Einheimische auf dem Fest. Mit bunter Perücke: Elena Gavrilova, Mitwirkende bei Artmobil, einem Kulturprojekt für Frauen. ©  Lena Pöppe

„Ohne Ehrenamtliche würde hier nichts stehen“, erklärt Tobias Schopf von der evangelischen Jugend Melsungen Stadt am Samstag und zeigte auf das Veranstaltungsgelände.

Melsungen – Das fünfte Toleranz Akustik Konzert Draußen (TAKD) war als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern aus der Region gewidmet.

„Das Ehrenamt sucht Nachwuchs, wenn wir den nicht hätten, dann hätten wir ein großes Problem“, sagt Schopf. Das Technische Hilfswerk (THW) Melsungen habe beispielsweise die Technik transportiert und mache so das Konzert erst möglich.

Melsungen steht für Toleranz

Ziel der Veranstaltung sei auch, sich zu begegnen. „Es geht um Toleranz, Integration, Demokratie und das Ehrenamt“, zählt er mit Alexandra Engler, der Leiterin des Melsunger Jugendtreffs Die Haspel auf. Gemeinsam mit der Integrationsstelle Melsungen organisierten sie das TAKD-Konzert.

„Das ist das, was wir brauchen“, sagte Bürgermeister Markus Boucsein in seiner Eröffnungsrede. Er betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit und dankte den Organisatoren und lobte die Einrichtungen für die Integrationsarbeit.

„Die Veranstaltung ist über die Jahre immer mehr gewachsen“, erzählt Schopf. „Für die Menschen soll es ein schöner Abend in Gesellschaft werden“, hoffte er. Das Konzert sei ein guter Rahmen, um neue Leute kennenzulernen und auf unterschiedliche Kulturen zu treffen. „Wir haben ein kulinarisches Essensangebot, um das mehr zu öffnen und für alle etwas dabei zu haben“, führt Schopf aus. Mit dabei war beispielsweise ein thailändischer Imbiss und Hot Bullet BBQ.

Für Kinder und Jugendliche gab es ein breit gefächertes Programm. Das Spielmobil der Haspel war vor Ort, das THW hat einen Kletterturm aufgebaut und es wurde Kinderschminken und Haare flechten angeboten. Außerdem konnte man unter dem Motto „Politik zum Anfassen“ das Gespräch mit regionalen Politikern suchen, oder den Stand von Arbeit und Bildung besuchen. Dazu spielten die Bands Morgen, Marilyn Harfest, Kamanko, und die TAKD-Band.

Juliane Fenske und Hendrik Lossek besuchen das Konzert mit ihrer Familie. „Ich war schon vergangenes Jahr hier, das war eine coole Veranstaltung“, erzählt Fenske. Sie seien hauptsächlich wegen der Musik wiedergekommen. Ihre Tochter Rosa Lossek habe sich schon schminken lassen. „Ohne Ehrenamt funktioniert nichts“, findet Fenske. Sie ist selbst mit ihrer Familie in der Schule ehrenamtlich tätig. „Wir machen mit der Umwelt AG Rehkitzrettung“, erzählt sie. Rosa Lossek ergänzt: „Wir hatten sogar schon zwei gefunden.“

Integration und Spaß: Die Veranstalter des Konzerts und Bürgermeister Markus Boucsein nach der Eröffnungsrede (von links) Alisa Fischer, Jutta Emde (Integrationsstelle Melsungen), Tobias Schopf (Evangelische Jugend Melsungen Stadt), Markus Boucsein (Bürgermeister Melsungen), Alexandra Engler (Leiterin Melsunger Jugendtreff) und Anna Albrecht (Haspel).
Integration und Spaß: Die Veranstalter des Konzerts und Bürgermeister Markus Boucsein nach der Eröffnungsrede (von links) Alisa Fischer, Jutta Emde (Integrationsstelle Melsungen), Tobias Schopf (Evangelische Jugend Melsungen Stadt), Markus Boucsein (Bürgermeister Melsungen), Alexandra Engler (Leiterin Melsunger Jugendtreff) und Anna Albrecht (Haspel). © Lena Pöppe

Vor allem wenn man THW und Feuerwehr sehe, merke man, wie wichtig das Ehrenamt sei, findet auch Hendrik Lossek, der selbst ehrenamtlich in der Feuerwehr in Homberg hilft. „Es wäre schön, wenn mehr Leute Interesse daran hätten. Ich wünsche mir mehr Ehrenamtliche“, sagt Lossek.

Die Veranstaltung bot viele Angebote und Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die leider wegen des schlechten Wetters und einem wolkenbruchartigen Regenschauer zu Beginn des Konzertes wenig genutzt wurden.

(Lena Pöppe)

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