Unbekannte fragten nach Wertgegenständen 

Falsche Polizisten wollten Senioren aus Melsungen und Malsfeld betrügen

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Falsche Polizisten: Betrüger geben sich als Polizeibeamte aus und blenden falsche Telefonnummer ein. 

Drei Senioren aus Malsfeld und Melsungen sollten Opfer eines Betrugs werden.

Melsungen/Malsfeld. Am Sonntagabend riefen angebliche Polizeibeamte bei den Senioren an und versuchten Informationen bezüglich der im Haus vorhandenen Wertgegenstände zu erlangen. Die Anrufer gaben sich als Polizeibeamte aus und erklärten, dass sie am selben Tag zwei rumänische Einbrecher festgenommen hätten.

Man wolle die Angerufenen warnen und ihnen Ratschläge für Versteckmöglichkeiten für vorhandene Wertgegenstände geben. Bei den angerufenen Senioren handelt es sich um eine 76-jährige Malsfelderin, einen 75-jährigen Melsunger und einen 85-Jährigen aus Melsungen. Alle drei beendeten das Gespräch, nachdem die falschen Polizisten nach Wertgegenständen gefragt hatten. Diese riefen auch nicht erneut an. In einen Fall wurde die Telefonnummer 05664/110 im Display des Telefons angezeigt.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet, folgende Präventionstipps zu befolgen.
• Solchen Anrufen sollte niemals Glauben geschenkt werden.
• Die echte Polizei, Richter und Staatsanwälte würden schwerwiegende dienstliche Angelegenheiten nicht am Telefon besprechen.
• Die echte Polizei, Richter und Staatsanwälte würden am Telefon niemals eine Geldübergabe vereinbaren.
• Die echte Polizei, Richter und Staatsanwälte würden Betroffene am Telefon nicht unter Druck setzen. „Seien Sie misstrauisch und vor allem selbstbewusst. Lassen Sie sich von fremden Anrufern nichts vormachen“, appelliert Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder an mögliche Opfer.

So schützt man sich

So kann man sich am Telefon schützen: Betroffene sollten sich den Namen des Anrufers und die angebliche Dienststelle nennen lassen. Dann sollte das Telefonat beendet werden und die Polizei über den Notruf unter Tel. 110 informiert werden. Das Tatwerkzeug dieser Betrüger ist immer das Telefon. Daher ist der beste Schutz, dass die Täter die Telefonnummer nicht finden können. „Lassen Sie ihre Telefonnummer nicht in Telefonverzeichnissen veröffentlichen“, rät Brettschneider. Unter Umständen sei es nötig, eine neue Telefonnummer zu beantragen. Die eigene Telefonnummer sollte nur an Familienmitglieder und Freunde weitergegeben werden. So könne man sich auch gegen weitere Betrugsmaschen wie zum Beispiel den Enkeltrick schützen.
• An der Haustür gilt: Keine fremden Personen in das Haus oder die Wohnung lassen. „Geben sich zivil gekleidete Personen als Polizisten aus, lassen Sie sich immer den Dienstausweis zeigen. Bitten Sie die Person, draußen zu warten und überprüfen Sie die Angaben bei der echten Polizei über den Notruf 110“, sagt Brettschneider abschließend.

Die unterschiedlichen Telefonbetrugsmaschen kommen regelmäßig auch im Schwalm-Eder-Kreis vor. 

 • Hinweise: Polizei Melsungen unter Tel. 05661/70890

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