FDP: Dieter Posch und Ludwig Georg Braun kandidieren für den Kreistag

Optimistisch in die Zukunft: Die FDP präsentierte in der Kreisverbandsversammlung Themen für Kommunalwahl 2016. Im Bild von links Dieter Posch, Dr. Ortwin Sprenger, Lasse Becker, Nils Weigand, Wiebke Reich und Lars Grein. Foto:  Hocke/nh

Melsungen. Dieter Posch und Professor Dr. h.c. Ludwig Georg Braun kandidieren für die FDP zur Kommunalwahl im März 2016. Die beiden FDP-Urgesteine bewerben sich für einen Sitz im Kreistag.

Das gab Nils Weigand, Kreisvorsitzender FDP Schwalm-Eder am Donnerstag bekannt. Er und Wiebke Reich sind erneut die Spitzenkandidaten der Freien Demokraten.

Aktualisiert um 16.09 Uhr

Posch, der frühere Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, gehörte bereits von 1972 bis 1977 sowie von 1981 bis 1997 dem Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises an. Für Braun, den Aufsichtsratsvorsitzenden der B. Braun Melsungen AG, wäre es das erste Engagement im Kreisgremium.

Der Rückkehr der Partei in den Bundestag 2017 sei alles untergeordnet. Das sei das große Ziel, sagte Reinhold Hocke, Sprecher der FDP. Bis dahin werde man das politische Profil schärfen, sagte Nils Weigand, Kreisvorsitzender. In der Kreisverbandsversammlung am Mittwochabend in Melsungen nannte er als große Themen im Landkreis die Schulpolitik, den öffentlichen Personennahverkehr, die Entwicklung des ländlichen Raums und Investitionen in die Infrastruktur wie Straßen. Auf Bundesebene stehe man weiterhin zu liberalen Positionen wie dem Nein zur Vorratsdatenspeicherung, sagte Weigand.

Im Landkreis hat die FDP in 14 der 27 Kommunen einen Ortsverband. In diesen Städten und Gemeinden sind die Liberalen auch in den Kommunalparlamenten vertreten. „Dort holen wir bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen auch gute Ergebnisse“, sagt Weigand. Ein großes Problem sei die fehlende Präsenz in einer Hälfte des Landkreises. Dort erfahre man zudem nur wenig aus den Kommunalparlamenten, sei quasi von Informationen abgeschnitten. „Wir würden an der Situation gerne etwas ändern, aber ohne engagierte FDP-Mitglieder vor Ort ist das ganz schwierig“, sagt Weigand weiter. Es gebe sogar Kommunen ohne ein einziges Parteimitglied. Trotz aller Schwierigkeiten, Freiwillige für die kommunalpolitische Arbeit zu finden, plane die FDP mit deutlich mehr als 50 Listenplätzen für die Kreistagskandidatur.

Der Kreistag umfasst 71 Abgeordnete. Derzeit stellt die FDP vier und ist nicht im Kreisausschuss vertreten. Mindestens fünf sollten es schon werden, sagte Weigand. Die FDP halte außerdem nach wie vor an ihrem Vorschlag fest, bis zur Kommunalwahl ohne einen hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten die Kreisgeschäfte laufen zu lassen. Wegen der immensen Arbeitsbelastung für den neuen Landrat Winfried Becker müsse es aber eine Übergangslösung geben. Vorstellbar seien Ehrenamtliche, die einzelne Aufgaben oder Dezernate übernähmen. Dies sei sicher nicht der populärste Vorschlag, spare dem Landkreis aber viel Geld und ermögliche dem neuen Kreistag entsprechend der Mehrheitsverhältnisse einen neuen EKB zu wählen.

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