Feuerwehr rettet Mann aus verqualmter Wohnung in Röhrenfurth

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Röhrenfurth. Schon wenige Minuten nach dem ersten Alarm waren Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr an einem Brandort in Röhrenfurth.

Autofahrer, die am Samstagnachmittag über die Fuldabrücke bei Röhrenfurth fuhren, hatten gesehen, wie Flammen aus dem Anbau eines Hauses im Fuldablick schlugen und sofort die Feuerwehr alarmiert.

Mittlerweile hatte Udo Müller, der Nachbar, mit einem Feuerlöscher und einem Gartenschlauch schon die Flammen in dem Vorbau eingedämmt: "Als ich aus der Haustür kam, sah ich die Flammen aus dem Vorbau des Nachbarhauses schlagen, gleichzeitig begannen die Sirenen zu heulen. Ich habe mit dem Gartenschlauch durch die geplatzten Scheiben gelöscht."

Hilfreich für die Feuerwehren war, dass die Besatzung des ersten Rettungswagens an der Einsatzstelle ihnen schon auf der Anfahrt meldete, wo die vermisste Person sich befand. Feuerwehrleute kletterten über die Steckleiter zu dem Mann, der sich im Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses aufhielt. Sie konnten den 48-Jährigen, der allein in dem Haus wohnt, beruhigen und blieben bei ihm, bis das Feuer im Anbau gelöscht und das Treppenhaus rauchfrei war. Hierzu wurde ein Hochdrucklüfter eingesetzt.

Dann wurde der Mann von Feuerwehrleuten nach unten geführt und dem Rettungsdienst übergeben. Mit einem Schock und Verdacht auf eine Rauchgasinhalation wurde er noch an der Einsatzstelle vom Notarzt behandelt und anschließend in die Klinik nach Melsungen gebracht.

Wohnhausbrand in Röhrenfurth

Insgesamt waren 58 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. Die Einsatzleitung hatte der Stellvertretende Stadtbrandinspektor Michale Iwanowski. Bis die Feuerwehren selbst für kalte Getränke gesorgt hatten, wurden sie von Nachbarn versorgt, denn die Temperaturen von fast 40° C verlangten gerade den Amtemschutzgeräteträgern mit ihren dicken Einsatzanzügen viel ab.

Um zumindest etwas Schatten zu bekommen, wurde unter der Fuldabrücke ein Versorgungstützpunkt eingerichtet. Zwei Feuerwehrleute wurden vom Rettungsdienst mit Erschöpfungszuständen behandelt, konnten aber wieder zu ihren Stützpunkten zurückkehren.

Das Wohnhaus ist wegen der starken Verrauchung im Treppenhaus nicht bewohnbar. Weder zur Brandursache noch zum Brandschaden lagen nähere Erkenntnisse vor. Brandermittler der Kriminalpolizei in Homberg wurden eingeschaltet. (zot)

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