Bis in die Wohnungen

Glasfaserausbau: In Kehrenbach gibt‘s bald richtig schnelles Internet

Leitung fürs schnelle Internet: Ortsvorsteher Timo Hertwig ist froh, dass Kehrenbach bald ans schnelle Internet angeschlossen wird. Im Bild die orangefarbene Leitung, durch die die Glasfaser geblasen wird.
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Leitung fürs schnelle Internet: Ortsvorsteher Timo Hertwig ist froh, dass Kehrenbach bald ans schnelle Internet angeschlossen wird. Im Bild die orangefarbene Leitung, durch die die Glasfaser geblasen wird.

Nur noch wenige Meter ist das schnelle Internet von den Kehrenbachern entfernt. Es liegt bereits unter den Gehwegen in den sieben Straßen, und seit dieser Woche werden die Leitungen zu den ersten Häusern verlegt.

Kehrenbach - Damit ist Kehrenbach der erste Melsunger Stadtteil, der mit Glasfaserkabeln versorgt wird per FTTH-Verfahren (Fibre-to-the-home), also praktisch bis in die Wohnungen. Damit sind Downloads mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde (Mb/s) möglich. Aktuell haben die Kehrenbacher maximal 50 MBit.74 Prozent der möglichen Verträge in Kehrenbach wurden abgeschlossen, teilt Ingo Saur, Projektleiter von Goetel, mit. Der Göttinger Telekommunikationsdienstleister Goetel baut das Netz aus und hat bis Ende vergangener Woche die orangefarbenen Leitungen in die Straßen gelegt.

Als Nächstes nehmen Mitarbeiter mit den Hauseigentümern Kontakt auf, um festzulegen, wo die Leitungen auf deren Grundstücken verlegt werden sollen. Ist diese Baumaßnahme abgeschlossen, werden im nächsten Schritt die Glasfasern durch die Leitung „eingeblasen“, wie der Fachmann das Verfahren nennt.

Laut Ingo Saur kann das auch bei Temperaturen um 0 Grad Celsius erfolgen. Werde es noch kälter, könne man die Leerrohre nicht einblasen. Saur hofft, dass die ersten Kunden in Kehrenbach noch in diesem Jahr ans schnelle Internet angeschlossen sein werden.

Schwarzenberg

Die Schwarzenberger liebäugeln auch mit schnellem Internet. Ortsvorsteher Timo Riedemann hat demnächst einen Termin mit der Firma Goetel, um die Möglichkeiten auszuloten. Aktuell gibt es über eine Richtfunkverbindung eine maximale Leistung von 50 Mb/s, „aber so viel kommt bei den meisten nicht an“, sagt Riedemann. Über die Telekom seien 16 Mb/s möglich. Die Internetverbindung in Schwarzenberg sei oft instabil, erst recht in Coronazeiten mit Homeoffice und Homeschooling. Es gibt 250 Haushalte, und damit der Ausbau für Goetel wirtschaftlich ist, müssten 111 Verträge abgeschlossen werden, sagt Saur. Riedemann: „Das ist sportlich, aber wir können es schaffen.“

Laut Nadine Finn vom Melsunger Bauamt wird das Amt im Schwarzenberger Weg in der kommenden Woche per Glasfaserleitung mit dem Dienstleistungszentrum verbunden. Riedemann hofft, dass von dort demnächst der Anschluss nach Schwarzenberg möglich sein wird.

Kirchhof

Für die Kirchhöfer läuft die Frist zum Vertragsabschluss mit Goetel am 10. Dezember aus. 107 Aufträge sind nötig, damit der Ausbau für Goetel wirtschaftlich ist. „Es geht sehr schleppend“, sagt Ortsvorsteher Holger Hartung, „dabei wäre das eine zukunftsweisende Maßnahme.“ (Claudia Feser)

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