Körle hat Entscheidung bereits getroffen

Flickenteppich bei Kita-Gebühren: Kommunen im Kreisteil Melsungen regeln Erstattung für Eltern unterschiedlich

Im Kreisteil Melsungen gibt es unterschiedliche Regelungen in Sachen Lockdown und Kitagebühren.
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Im Kreisteil Melsungen gibt es unterschiedliche Regelungen in Sachen Lockdown und Kitagebühren.

Das Land hat Eltern empfohlen, ihre Kinder während des Lockdowns nicht in die Kindergärten zu schicken. Aber müssen die Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen, trotzdem Kitagebühren bezahlen? Darüber entscheiden demnächst die politischen Gremien der Kommunen. Eine HNA-Umfrage hat ergeben, dass jede Kommune das individuell handhaben wird.

Melsungen - In Körle wurde bereits beschlossen, dass Eltern die Gebühren für einen Monat erstattet bekommen, auch wenn sie sie maximal an fünf Tagen hingeschickt haben.

In Guxhagen hat sich der Gemeindevorstand geeinigt, für die Zeit ab 11. Januar eine tagegenaue Abrechnung über die betreuten Tage inklusive der Inanspruchnahme der Verpflegung einzuführen. Dies muss noch vom Parlament beschlossen werden – dann gilt es für beide kommunale Kitas. In dieser Woche haben 85 Kinder, das entspricht 58 Prozent, die beiden kommunalen Kindertagesstätten besucht. Damit liegt Guxhagen im Altkreis Melsungen prozentual an der Spitze. Um die Betreuungszahlen während der Coronapandemie zu senken, wurde bereits ein Elternbrief verschickt, teilt Frank Jakob, Büroleiter der Gemeinde, mit: „Wir können nur appellieren, andere Möglichkeiten haben wir nicht.“

Auch Felsberg plant eine flexible Abrechnung: Der Magistrat hat eine anteilsmäßige Aussetzung der Kitagebühren bereits beschlossen. „Wir wollen die Belastung der Eltern und die Belegung der Kindergärten so gering wie möglich halten“, sagt Bürgermeister Volker Steinmetz. Ob es eine Gebührenbefreiung für die Zeit des Lockdowns gibt, entscheidet das Parlament. Laut Steinmetz bedeutet eine flexible Abrechnung zwar mehr Aufwand für die Verwaltung, „aber es ist gerechter für die Eltern“.

Am kommenden Dienstag ist die Kinderbetreuung während der Pandemie Thema im Melsunger Stadtparlament. Anlass war ein Fall vom November 2020. Damals gab es in einer städtischen Kita einen Coronafall eines Erziehers, woraufhin das Gesundheitsamt des Landkreises die Kita für mehrere Tage geschlossen hatte. (Claudia Feser)

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