Pläne werden konkreter

25 Flüchtlinge sollen in Melsunger Jugendherberge ziehen

Hier sollen Flüchtlinge einziehen: die seit einiger Zeit geschlossene Jugendherberge in Melsungen. Foto: Archiv

Melsungen. In Kürze sollen bis zu 25 Flüchtlinge in der ehemaligen Melsunger Jugendherberge untergebracht werden. Das teilte Bürgermeister Markus Boucsein mit. Die Idee wurde schon länger diskutiert.

Jetzt seien die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss, sagte Boucsein. Die Jugendherberge an der Lindenbergstraße befindet sich laut Boucsein noch im Besitz des Deutschen Jugendherbergswerkes, könnte aber der Stadt überlassen werden. Die Stadt würde es wiederum dem Landkreis zur Verfügung stellen. Wer dann letztlich der Betreiber wird, ist noch nicht bekannt.

Die Flüchtlinge sollen im Erdgeschoss untergebracht werden. Die anderen Etagen würden nicht genutzt. Grund sind Brandschutzbestimmungen. Woher die Asylsuchenden stammen und wann genau sie einziehen können, ist nicht bekannt.

Bisher leben in Melsungen 50 Asylsuchende, die aber in privaten Wohnungen untergebracht sind. Es sei auch weiterhin das Ziel, die Flüchtlinge in privaten Wohnungen unterzubringen. Zuletzt seien gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft vier Wohnungen in der Innenstadt eingerichtet worden. So soll eine Ghettoisierung vermieden werden und eine bessere Integration gelingen.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es in Melsungen eine Arbeitsgruppe Asyl und Integration, die aus Vertretern der Stadt, Kirche, Polizei und dem Landkreis besteht. Dort sei auch die Idee für die Unterbringung in der Jugendherberge entwickelt worden. Zudem wolle man den Asylsuchenden einen Ansprechpartner zur Verfügung stellen - dafür soll eine halbe Stelle geschaffen werden, sagte Boucsein.

„Wir werden uns zukünftig mit dem Thema der Aufnahme von Flüchtlingen noch häufiger beschäftigen“, sagte Boucsein. Insgesamt könnten bis Ende des Jahres 100 bis 150 Menschen in Melsungen untergebracht werden.

Von Max Holscher

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