Melsunger Schule bekommt Lob für Arbeit in Naturwissenschaften

Mint-Auszeichnung für Gesamtschule Melsungen

Zehntklässler der Gesamtschule Melsungen zeigen Anschauungsmaterialien aus naturwissenschaftlichen Fächern
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Sie mögen Naturwissenschaften: von links Vanessa Brandenstein, Bianca Bork, Lisa-Marie Klement, Annika Feller, Elena Kühlborn, Matthias Bohn, Anik Strube und Sumran-Nawal Ahmad von der Gesamtschule Melsungen.

Bianca mag gerne Chemie, Lisa-Marie Mathe, Sumran-Nawal Physik, Anik Informatik und Elena Bio – die Mint-Fächer kommen bei den Schülern der Gesamtschule Melsungen (GSM) gut an – auch bei den Mädchen.

Mint steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Und weil die Gesamtschule diese Fächer in den Fokus nimmt, auch in den AGs am Nachmittag, wurde sie nun als Mint-freundliche Schule vom Staatssekretär des Kultusministeriums, Dr. Manuel Lösel, ausgezeichnet.

„Das ist eine tolle Nachricht“, sagt Schulleiter Dr. Matthias Bohn, selbst Biologielehrer, „und eine Anerkennung für unsere Arbeit.“ Viele junge Kollegen seien mittlerweile im Team, die die Neugierde der Schüler wecken wollen. Eine von ihnen ist Vanessa Brandenstein, Lehrerin für Mathe und Physik. „Uns ist der Alltagsbezug wichtig“, sagt sie. Speziell im Physikunterricht wolle sie den Schülern zeigen, was physikalische Phänomene mit dem Leben der Schüler zu tun haben, etwa die Fragen, warum der Mond leuchtet und warum ein Gegenstand runterfällt.

Und was gefällt den Schülern am Mint-Unterricht? „Wir dürfen viel selber machen“, sagt die Zehntklässlerin Annika Feller, „bei den Experimenten können wir erforschen, warum etwas passiert.“ Und ihre Klassenkameradin Sumran-Nawal Ahmad berichtet von vielen Aha-Momenten. Zuletzt erfuhr sie beispielsweise, welche Kräfte wirken, wenn ein Bogenschütze einen Pfeil abschießt. „Da passiert so viel mehr als nur die Frage, ob man ins Ziel trifft oder nicht.“

Die Auszeichnung hat die GSM auch für ihr naturwissenschaftliches Angebot am Nachmittag bekommen. Es gibt beispielsweise die AG Vivarium, die Tiere in Terrarien betreut, die AG Digitale Helden, die die unteren Klassen im sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit Handy, WhatsApp und Co. schult, und die Tauch-AG. Dort hat Anik Strube mitgemacht, „und es war nie langweilig“. Er fand auch die technische und gesundheitliche Theorie spannend. Das hat ihm geholfen zu verstehen, welche Kräfte beim Tauchen auf den Körper wirken.

Ziel einer guten Grundlage in den Mint-Fächern sei, das Interesse an naturwissenschaftlichen oder technischen Berufen zu wecken, sagt Schulleiter Bohn. Das bestätigt nicht nur die Auszeichnung der GSM als Mint-freundliche Schule. Kürzlich hörte Physiklehrerin Vanessa Brandenstein, dass sie das Interesse eines ehemaligen Schülers so geweckt hat, dass er nun Physik studiert. Das ist die schönste Auszeichnung für einen Lehrer. (Claudia Feser)

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