Kinder für Sport begeistern:

Freiwilliges Soziales Jahr im Sport: Maria Riemann berichtet

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Kindergarten Lutherhaus: Auch dort arbeitet Maria Riemann während ihres FSJ im Sport und animiert die Kinder zum Sport. Davon begeistert sind (von links) Hanna Wagner, Randa Jammoul und Bekir Ince. 

„Irgendwas im sozialen Bereich“ wollte die 19-jährige Maria Riemann aus Melsungen machen – was genau, das wusste sie nach ihrem Abitur 2019 aber noch nicht.

Während ihrer Suche nach einer Lösung, um das Jahr nach ihrem Abitur sinnvoll zu nutzen und sich zu orientieren, stieß sie auf ein Angebot des Melsunger Fußballvereins: Ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport.

Der Verein suchte ab September 2019 einen Freiwilligendienstler und mit der Melsungerin, die früher selbst in diesem Verein Fußball spielte, fanden sie diese. Seither engagiert sich die 19-Jährige im Melsunger Fußballverein, in Schulen und Kindergärten.

Das Freiwillige Soziale Jahr bietet jungen Menschen bis zum 27. Lebensjahr die Gelegenheit, ein Jahr in sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Vereinen oder Schulen, zu arbeiten. Für die Teilnehmer ergibt sich damit die Möglichkeit, in einen Beruf für ein Jahr hereinzuschnuppern. „Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich, da ich jeden Tag an verschiedenen Schulen und Kindergärten mit Kindern Sport mache“, sagt Maria Riemann. Mit den Schülern und Kindergartenkindern übt sie beispielsweise Purzelbäume, erstellt Sport-Parcours und leitet Spiele zur Bewegung an.

„Je älter die Kinder sind, desto mehr Sport kann man von ihnen verlangen“, sagt sie. Dennoch mache es ihr auch viel Freude, den Jüngsten im Kindergarten Sportübungen zu zeigen.

Nach den Sportstunden in den verschiedenen Einrichtungen sei sie an drei Wochentagen abends beim Fußball-Training der E-Jugend dabei. Selbst am Wochenende begleitet sie Mannschaften zu Fußballspielen und zum Training. „Die E-Jugend zu trainieren, bringt mir besonders viel Spaß“, sagt die 19-Jährige. Dafür denke sie sich abwechslungsreiche Übungen aus und sammle Ideen im Internet. „Ich wachse jeden Tag und gewinne an Selbstständigkeit“, sagt die Melsungerin über ihr Soziales Jahr.

Bei den Übungsstunden mit den Kindern gilt es, den Überblick zu behalten und bei Fahrten zu Fußballspielen ist Organisationstalent gefragt. Dass ihr das Organisatorische keine Probleme bereitet, zeigte Maria beim Teambuilding-Tag im Februar mit der E-Jugend der JSG-Melsungen.

Denn jeder FSJ-ler, der beim Landessportbund Hessen angestellt ist, hat die Aufgabe ein Projekt in dem jeweiligen Verein zu planen und umzusetzen. Maria entschloss sich für einen spielerischen Tag, bei dem die Kinder durch gegenseitiges Vertrauen, Aufgaben lösen mussten.

Das Ziel des Tages von Marie war, den Teamgeist zu fördern. „Dies ist wichtig, um alle Kinder mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen in das Team zu integrieren und somit erfolgreich als Mannschaft auf dem Fußballfeld zu funktionieren“, erklärt die FSJ-lerin.

300 Euro Taschengeld erhalte sie monatlich für ihre Arbeit. Zur Ausbildung gehören auch fünf Seminare auf Regionsebene mit anderen Freiwilligendienstlern. „Bei den Seminaren machen wir viel Sport und werden weitergebildet im Umgang mit Kindern.“ Am Ende des Freiwilligendienstes erhält sie den Breitensportschein, wenn sie beim März-Seminar die Prüfung dafür besteht. „Dazu zählt eine schriftliche Ausarbeitung und eine Sportstunde, die man vor den anderen Teilnehmern hält.“

Was Maria Riemann ab September beruflich machen möchte, das weiß sie immer noch nicht. „Ich habe allerdings viele Erfahrungen bisher gesammelt. Die haben mir gezeigt, dass ich nicht mein ganzes Leben einen sozialen Beruf ausüben möchte, obwohl mir meine Arbeit beim Verein viel Spaß bringt.“ Zur Orientierung habe ihr der Freiwilligendienst deshalb schon jetzt geholfen.

Informationen über ein Freiwilligendienst im Sport unter: sportjugend-hessen.de

VON CAROLIN EBERTH

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