Feuer und Starkregen 

FV Melsungen: Das Ende ist in Sicht - Sportlerhaus fast fertig saniert 

Farbe an die Wände: Malergeselle Florian Haselbach von der Firma Hoppe streicht den Flur des Sportlerhauses.

Erst kam das Feuer, dann der Starkregen – aber am Ende wurde alles gut. Dazwischen liegen zwei Jahre, in denen die Mitglieder des Melsunger Fußballvereins MFV viel Geduld aufbringen mussten, besonders der Vorstand um Vorsitzenden Nils Weigand.

Dieser ist nun froh, dass in vier Wochen die Sanierung des Sportlerhauses abgeschlossen sein wird.

„Dabei hat uns auch die Corona-Krise geholfen“, sagt Weigand. Weil es in der Zeit keinen Spielbetrieb auf dem Gelände am Fuldaufer gab, konnten die Bauarbeiten auch ohne Verzögerungen über die Bühne gehen. Bis die Arbeiten jedoch beginnen konnten, waren viele Monate vergangen, in denen der Verein Anträge auf Fördergeld ausfüllen und auf die Baufreigabe des hessischen Innenministeriums warten musste. Allein die Baufreigabe dauerte acht Monate.

Wer nun in das Clubhaus kommt, wird sich die Augen reiben. Viel hat sich verändert, zum Beispiel der Clubraum, Schluss ist mit dem 1980er-Jahre-Charme: Die dunkle Vertäfelung an der Decke wurde abgenommen, die beige-braunen, kleinen Bodenfliesen wurden gegen hellgraue große ausgetauscht. Durch LED-Beleuchtung an der Decke und weiße Farbe an den Wänden wirkt der Clubraum einladend. Die Trennwände zur Küche wurden herausgenommen – nun ist ein großer Clubraum mit offenem Theken- und Küchenbereich entstanden, der zu Siegesfeiern einlädt.

Verschwunden ist auch die Stolperfalle am Ausgang des Clubraums. Neuer Estrich wurde auf den Weg zur Treppe gegossen. Der Treppenaufgang wurde komplett erneuert: Die alten, bröckeligen Waschbetonplatten auf den Stufen sind verschwunden – und damit die größten Stolperfallen.

Bei vielen Arbeiten, insbesondere auch in den Sanitäranlagen, haben fleißige Helfer ehrenamtlich mitangepackt. Nun gibt es zeitgemäße Toilettenräume für Herren und Damen.

Neue Technik gibt’s im Duschraum, der natürlich neu gefliest wurde. Dort wurden Duschen mit speziellem Legionellenschutz eingebaut: Ein Mal am Tag spülen die Duschen komplett durch – wie von Geisterhand und in unregelmäßigen Abständen. Also sollte man besser nicht bekleidet unter einer der Dusche entlang gehen – sie könnte sofort losgehen.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 250 000 Euro. „Schade ist nur, dass wir die Sanierung noch nicht sportlich nutzen können“, sagt Vorsitzender Nils Weigand. Auch eine Einweihungsfeier muss noch warten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.