Vorstand von Schule Plus schlägt Alarm

Ganztagsbetreuung für Melsunger Grundschüler steht auf der Kippe

Melsungen. Die Vorstandsarbeit des Melsunger Vereins Schule Plus kann eine Weiterführung des Betriebes nicht gewährleisten.

Die Ganztagsbetreuung für Melsungens Grundschüler ist gefährdet. Karin Muche, Rektorin der Schule am Schloth und Sprecherin des Vereins Schule Plus, fordert gravierende strukturelle Verbesserungen. 

Die ehrenamtliche Vorstandsarbeit im Verein könne nicht gewährleisten, dass der Betrieb so professionell weitergeführt werden kann. Neues, qualifiziertes Personal zu finden, sei sehr schwierig, da die Arbeit bei einem Verein weniger attraktiv sei als bei einem professionellen Träger.

„Es wird außerdem schwierig bis unmöglich, Vorstandsposten kompetent zu besetzen“, befürchtet die Rektorin. Diese und weitere Probleme des Vereines machten es unmöglich, den Betrieb über das Schuljahr hinaus zu gewährleisten.

Die Vereinsmitglieder organisieren derzeit ehrenamtlich das Ganztagsangebot für fast 200 Jungen und Mädchen. Dazu gehört unter anderem der Einsatz von zehn festangestellten Betreuern und sechs Mitarbeiterinnen mit Minijobs für Küche und als Springerinnen. Das Budget, das die Ehrenamtlichen verwalten beträgt über 300 000 Euro. Das Geld kommt vom Landkreis als Schulträger und vom Land. „Wir richten uns mit unserer Kritik an den Schulträger“, sagt Karin Muche.

Muche schlägt ein ähnliches Modell vor, wie im Landkreis Waldeck-Frankenberg praktiziert wird. Dort ist die Organisation der Ganztagsbetreuung in eine Betreuungsgesellschaft ausgegliedert. Im Schwalm-Eder-Kreis kämen beispielsweise die AKGG und die Starthilfe infrage. Derzeit läge die Ganztagsbetreuung im Landkreis überwiegend in den Händen von Fördervereinen.

Allerdings stiegen die Verweildauer und die Anzahl der betreuten Kinder kontinuierlich an. „Wir sind an der Grenze dessen, was wir leisten können und wir sind in der Schule am Schloth auch an der Kapazitätsgrenze“, sagt Muche.

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

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