Geld fehlt: Kaputte Kunstwerke auf dem Ars Natura-Wanderweg

Melsungen. Ein touristisches Aushängeschild der Region bröckelt. Mehrere der 350 Kunstwerke auf dem Kunstwanderweg Ars Natura sind beschädigt oder entfernt worden.

Das Problem: „Die Ars-Natura-Stiftung hat zu wenig Geld, um Kunstwerke zu erneuern“, sagt der Vorsitzende Sandrino Sandinista Sander.

„Die Stiftung arbeitet daran, einen größeren Jahresetat zu bekommen“, erklärt Sander. Die Stiftung lebt in erster Linie von den Zinsen ihres Stammkapitals, das sich auf 120.000 Euro beläuft. „Bei den derzeitigen Zinssätzen kommen da jährlich nicht mehr als 2000 Euro raus“, erklärt Sander. Deshalb ist die Stiftung auf Sponsoren angewiesen – allen voran Dr. Jörg Kullmann, Geschäftsführer der Spangenberger Firma Wikus. Dank der Sponsoren stünden ihm 5000 bis 10.000 Euro pro Jahr für Reparaturen von Kunstwerken zur Verfügung, sagt Sander. Je nach Kunstwerk und Schaden könnten maximal bis zu 3000 Euro Kosten entstehen. „Wenn wir den Ars Natura erhalten wollen, brauchen wir eine Förderung von anderer Stelle.“ Denkbar sei etwa eine Bezuschussung durch das Land.

Derzeit erhält die Stiftung weder Geld vom Land noch von den Kommunen, durch die der Kunstwanderweg verläuft – im Schwalm-Eder-Kreis sind das Spangenberg, Melsungen, Felsberg, Gudensberg, Fritzlar und Bad Zwesten. Die Städte und Gemeinden sind Eigentümer der Kunstwerke in ihrem Gebiet. Auf die Unterstützung dieser Kommunen ist die Stiftung angewiesen, um die Kunstwerke erhalten zu können. So können zum Beispiel die städtischen Bauhöfe Reparaturarbeiten übernehmen.

Zum Teil bleiben diese Arbeiten aber monatelang liegen – das ist derzeit beispielsweise bei kaputten Kunstwerken im Felsberger Stadtteil Heßlar, auf dem Heiligenberg und im Melsunger Stadtwald der Fall.

Rubriklistenbild: © dpa

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