Unternehmen: Keine Gefahr

Gefahrgutunfall bei B. Braun: Giftige Säure lief aus

Großeinsatz bei B. Braun: Gestern gab es einen Gefahrguteinsatz bei B. Braun an der Carl-Braun-Straße in Melsungen.
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Großeinsatz bei B. Braun: Gestern gab es einen Gefahrguteinsatz bei B. Braun an der Carl-Braun-Straße in Melsungen.

Hochgiftige Flusssäure ist gestern während eines Gefahrgut-Unfalls bei B. Braun an der Carl-Braun-Straße in Melsungen ausgelaufen. Nach Mitteilung des Unternehmens habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt bestanden.

Melsungen - Bei Wartungsarbeiten einer Fremdfirma war nach Unternehmensinformation der Schlauch an einem der eingesetzten Geräte geplatzt. Ein Mitarbeiter der Fremdfirma war zur Zeit des Unfalls in dem Raum. Der Mann wurde vorsorglich vom Rettungsdienst in eine Kasseler Klinik gebracht. Nach ersten Informationen ist er unverletzt.

Der Unfall ereignete sich gegen 11 Uhr. In einem geschlossenen Raum waren 100 Liter Flusssäure mit hohem Wasseranteil in einer Konzentration von 20 Prozent ausgelaufen. Sofort wurden alle Lüftungen und Abflüsse versperrt.

Neben der Werkfeuerwehr rückten auch die öffentlichen Feuerwehren aus sowie der Gefahrstoffzug und der Umwelt-Dienst. Vor Ort waren insgesamt 90 Feuerwehrleute der Wehren aus Melsungen, Schwarzenberg, Röhrenfurth, Morschen, Brunslar und Schwalmstadt. Außerdem waren Guxhagen mit dem Messfahrzeug und Homberg mit dem Einsatzleitwagen des Schwalm-Eder-Kreises in Melsungen. Der Notarzt aus Melsungen und ein Rettungswagen waren ebenfalls vorsorglich vor Ort.

Ausgerüstet mit luft- und säuredichten Chemikalien-Schutzanzügen, spritzten die Feuerwehrleute in dem betroffenen Raum die Säure von den Wänden und brachten Säurebindemittel auf. Diese Arbeiten dauerten mehrere Stunden. Gegen 14 Uhr wurde die Homberger Feuerwehr nachalarmiert, um genügend Spezial-Schutzanzüge und -Träger zu haben. Gestern Nachmittag ergaben Messungen keine gefährlichen Konzentrationsergebnisse, teilte die Feuerwehr-Einsatzleitung mit.

Nach Auskunft des Unternehmens hatte der Gefahrgutunfall keine Auswirkungen auf die Produktion in den anderen Bereichen. Da sich der Unfall in einem geschlossenen Raum ereignete, seien auch die anderen Mitarbeiter nicht gefährdet. Der Sachschaden wird als gering beziffert. (Helmut Wenderoth)

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