Corona-Regeln für Nikolausbrauch unklar

Glowesabend verwirrt Melsunger Einzelhändler

Schoko-Nikolaus auf der Bartenwetzerbrücke in Melsungen
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Zum Nikolausabend gehen viele Kinder traditionell auf Süßigkeiten-Jagd.

Am 6. Dezember ist Glowesabend: Kinder stürmen in die Läden, sagen ihre Gedichte auf und bekommen Süßigkeiten. Der nordhessische Nikolausbrauch stellt die Einzelhändler in Melsungen vor ein Problem.

Melsungen – Seit Montag, 6. Dezember, gilt im Einzelhandel die Geimpft-oder-Genesen-Regel (2G). „Eigentlich dürfen die Kinder ja rein in die Läden“, sagt Achim Merz, Vorsitzender der Gemeinschaft des Melsunger Einzelhandels (GME). Kinder unter 6 Jahren sind von der 2G-Regel befreit, unter 18-Jährige können das Testheft aus der Schule vorzeigen. Aus seinem Elektronik-Handel würde Merz die Kinder auf keinen Fall werfen, wenn sie vorbei kämen.

„Aus der Sicht der Regeln sind wir im Zwiespalt“, sagt Heike Hofer, Inhaberin der Mode-Boutique Fysel. „Natürlich ist es traurig und schade den Kindern die Freude an dem Abend zu nehmen. Aber die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden ist natürlich auch wichtig.“

Glowesabend: Körbe vor den Läden

Der Schwalm-Eder-Kreis empfiehlt den Kaufleuten, jemanden am Nikolausabend vor die Ladentür zu stellen, der die Kinder empfängt, sich deren Sprüche anhört und den Lohn draußen in die Tüte steckt.

Das ist für Heike Hofer und ihr Team jedoch nicht stemmbar. Deshalb stellt sie einen Korb mit Süßigkeiten vor die Ladentür – „mit der Bitte, für die anderen Kinder auch noch was übrig zu lassen.“ Sie hofft, dass es viele ihrer Melsunger Händler-Kollegen gleich tun. (William Abu El-Qumssan)

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