Impfung

Grippeimpfung sehr gefragt: Auch Jüngere sind interessiert

Grippeimpfung läuft gut: Die Bereitschaft, sich gegen Influenza impfen zu lassen, ist in diesem Jahr groß.
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Grippeimpfung läuft gut: Die Bereitschaft, sich gegen Influenza impfen zu lassen, ist in diesem Jahr groß.

Gerade diejenigen, die ein hohes Risiko einer schweren Grippeerkrankung haben, sollten sich in diesem Jahr gegen Influenza impfen lassen. Das empfiehlt die Ständige Impfkommission.

Altkreis Melsungen – Die öffentlichen Appelle zeigen auch in Hausarztpraxen im Altkreis Melsungen Wirkung. Deutlich mehr Grippeimpfungen als noch vor der Corona-Pandemie verzeichnet beispielsweise die Praxis Dr. Frank Stroop in Guxhagen. Die Nachfrage sei so groß, dass in der Praxis nun Grippe-Impftage eingerichtet werden mussten – genau so wie für die Corona-Impfung. Das Alter der Impflinge sei gemischt, heißt es aus der Praxis.

In der Praxis von Dr. Henner Sostmann in Spangenberg ist die Bereitschaft, sich gegen die Influenza impfen zu lassen „erfreulich hoch“, sagt der Mediziner Steffen Konrath. Offenbar habe die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass viele umsichtiger in der Gesundheitsvorsorge sind, so Konrath. In erster Linie sollten sich die Risikogruppen impfen lassen. „Da gibt es klare Vorgaben vom Robert-Koch-Insitut (RKI)“, so Konrath. Der beste Zeitraum für die Grippeimpfung sei zwischen Ende September und Ende Oktober. „Man sollte das nicht bis in den Dezember hinauszögern“, so Konrath. Denn es dauere auch bei der Grippeimpfung „wenige Wochen“ bis der Impfschutz voll vorhanden sei.

Corona-Maßnahmen auch gut gegen Influenza-Virus

Grundsätzlich, sagt der Arzt, gelte, dass die Schutzmaßnahmen wie etwa Abstand halten, das Tragen der Maske, Verzicht aufs Händeschütteln und regelmäßiges Lüften, die wegen Corona gelten, auch wirksam gegen die Ansteckung mit Influenza sind. Eine Impfung ersetze das aber selbstverständlich nicht, sagt Konrath.

Auch in der hausärztlichen Gemeinschaftspraxis an der Homberger Straße in Felsberg ist die Nachfrage nach Grippeimpfungen groß, berichtet Ärztin Constanze Discher. Zu den Patienten Ü-60, die sich ohnehin jährlich gegen Influenza impfen lassen, kämen nun vermehrt jüngere Patienten, die sich wegen der Grippeimpfung beraten lassen, sagt Discher. „Vergangenes Jahr gab es wegen der strengen Kontaktbeschränkungen kaum Grippefälle.“ Dieses Jahr hätten die Menschen wegen der Lockerungen Angst vor einer Infektion mit dem Grippevirus.

Deutlich mehr Grippeimpfungen als vor Corona

Auch die mediale Aufmerksamkeit rufe bei vielen die Wichtigkeit der Impfung ins Bewusstsein. „Wir haben gerade erst mit den Impfungen angefangen, aber ich gehe davon aus, dass wir 20 Prozent mehr Menschen gegen die Grippe impfen werden als noch vor Corona.“ Discher empfiehlt, sich erst im November impfen zu lassen, da die Hauptwirkzeit der Impfung vier Monate anhalte. Dann habe man auch im Februar noch den vollen Schutz. (Barbara Kamisli und Carolin Hartung)

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