16 Jugendliche bei Projekt mit dabei

Haie an der Bundesstraße: Jugendliche sprayen Kunst in Unterführung

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Kreativ mit der Spraydose: Alessandro Zimmer (11) aus Schwarzenberg und Fabien Gebhardt (11) aus Röhrenfurth geben ihrem Hai einen letzten Schliff. 

Melsungen. Unterwasserwelten statt dröger Betonwände: Der Haspel-Jugendtreff hat gemeinsam mit dem Graffitikünstler David „Jackules“ Schmidt die Unterführung zwischen Fritzlarer Straße und Schloth umgestaltet.

Vier Tage lang haben 16 Jugendliche mit Schmidt gerarbeitet und die grauen Betonwände in eine fantasievolle Meereswelt mit Haien, Tintenfischen und anderen Motiven verwandelt. 

Die Idee für das Projekt kam von Renate Bänisch. Die Melsungerin läuft jeden Tag durch die Unterführung. Die Betonwände fand sie trist, überlegte, wie man sie neu gestalten könne – und dachte an ein Graffiti. Sie wendete sich an den Haspel-Jugendtreff und Bürgermeister Markus Boucsein. Der unterstützte die Idee und stellte die Fläche unbürokratisch zur Verfügung. Die Suche nach dem Künstler und die Teilnehmerorganisation übernahm die Haspel. „Jeder, den wir angesprochen haben, fand die Idee cool“, sagt Gabi Geßner-Görl, Leiterin der Haspel. Vier Tage dauerte das Projekt, eineinhalb davon waren Theorie. Davon hätten sich die 16 Teilnehmer nicht abschrecken lassen, so Geßner-Görl. „Die sind alle bis zum Ende dabei geblieben.“ 

Auf den Graffitikünstler Schmidt wurde Geßner-Görl über das Internet aufmerksam. Er ist seit zehn Jahren hauptberuflich am Sprayen und hat bereits einige Projekte mit Jugendlichen gemacht. „Für das Unterwasser-Motto haben wir uns spontan entschieden“, sagt der 32-jährige Kasseler. Die Entwürfe hätten die Kinder selbst gemalt, er habe Empfehlungen gegeben und gezeigt, wie man beispielsweise Farbverläufe und Schatten kreiert. Auch an der Wand hätten die Jugendlichen nach erstem Zusehen weitgehend alleine gearbeitet, immer zu zweit sprühten sie an einem Motiv. „Ich war überrascht, wie schnell sie waren“, so Schmidt. Einige Details blieben am Ende des Workshops noch offen – diese fügte der Künstler noch mit einigen schnellen Sprühstößen am Tag danach hinzu.

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