Es gibt wieder Hoffnung

Regiotram-Haltestelle in Schwarzenberg: Halt vielleicht doch noch 2021

Viele Jahre verzögert: Immer wieder wurden die Schwarzenberger von der Deutschen Bahn hingehalten. Jetzt gibt es Hoffnung für einen früheren Baubeginn des Regiotram-Haltepunktes.  Archivfoto: Damai Dewert
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Viele Jahre verzögert: Immer wieder wurden die Schwarzenberger von der Deutschen Bahn hingehalten. Jetzt gibt es Hoffnung für einen früheren Baubeginn des Regiotram-Haltepunktes. Archivfoto: Damai Dewert

Die lang ersehnte Haltestelle der Regiotram in Schwarzenberg könnte vielleicht doch schon 2022 kommen. Es gibt Grund zur Hoffnung für die Schwarzenberger. Nur ein zartes Pflänzchen zwar, aber von oberster Stelle gab es jüngst ein positives Signal.

Nach den schlechten Nachrichten vor einigen Wochen kündigte Ortsvorsteher Timo Riedemann an, auch Bundes- und Landtagsabgeordnete um Hilfe zu ersuchen. Dieter Posch, ehemaliger hessischer Verkehrs- und Wirtschaftsminister, wandte sich daraufhin ebenfalls an die Konzernleitung der Deutschen Bahn. Diese Ersuchen haben offenbar dazu geführt, dass die fortwährenden Verzögerungen Thema in der weiteren Planung der DB sind.

Vom Konzernbevollmächtigten für Hessen heißt es nämlich jetzt: Aktuell wird DB-intern geprüft, ob die Bauarbeiten in Schwarzenberg außerhalb der Regel für das Jahr 2022 eingeplant werden können. Es könnte wohl der Sperrschatten einer anderen Baustelle genutzt werden.

Diese Überlegungen dürften aber keinesfalls als Zusage verstanden werden. Erst, wenn alle Zusammenhänge im Baukapazitätsmanagement für das Jahr 2022 geprüft sind, könne mitgeteilt werden, ob ein früherer Bau möglich ist. Die Prüfung soll im Sommer 2021 vorgenommen werden.

Der Einsatz der Abgeordneten und vom ehemaligen Staatsminister habe sich wohl gelohnt, sagt Timo Riedemann. Er und der gesamte Ortsbeirat hätten sich aber mehr Unterstützung der Stadt in dieser Angelegenheit gewünscht. Jetzt schaue man aber nach vorne. Das Büro von DB-Vorstand Ronald Pofalla habe diese Mail angekündigt. Vor wenigen Tagen sei sie gekommen und er habe mit dem Konzernbevollmächtigten für Hessen telefoniert. Er werde mit diesem in den kommenden Monaten in Kontakt bleiben und die Öffentlichkeit über den jeweils aktuellsten Sachstand informieren, sagt Riedemann. „Wenn alles gut läuft, könnte wirklich 2022 mit dem Bau begonnen werden“, freut sich der Ortsvorsteher. (Von Damai D. Dewert)

Sanierungsarbeiten zwischen Göttingen und Kassel

Die Deutsche Bahn nennt Details zu den Gründen der jüngsten Verzögerung beim Bau des Regiotram-Haltepunktes Schwarzenberg. Auf der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg muss nach Angaben der DB in der Zeit zwischen April und Juli 2021 der Abschnitt Göttingen-Kassel wegen Sanierungsarbeiten gesperrt werden. Die Strecke stammt aus Anfang der 1990er-Jahre. In der Folge muss ein Großteil der Fernverkehrszüge von Göttingen nach Kassel über Eichenberg und Hann. Münden umgeleitet werden. Dies wiederum bedeutet, dass die Kapazitäten für den Güterverkehr auf der alten Nord-Süd-Strecke im Abschnitt Göttingen–Eichenberg eingeschränkt sind und dieser deshalb teilweise sehr großräumig von Hannover kommend via Altenbeken und Kassel nach Bebra – und somit auch über die Fuldatalbahn – geführt werden muss.

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