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Heitere Stimmung bei Motorengedröhn in Melsungen

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Von: Peter Dilling

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Sie fühlten sich im Fahrerlager sehr wohl: Des Vanzonhoven (vorn von links) und Joachim Martens aus Belgien starteten im Seitenwagenrennen. Ihre Crew sorgte dafür, dass die Rennmaschine fit war.
Sie fühlten sich im Fahrerlager sehr wohl: Des Vanzonhoven (vorn von links) und Joachim Martens aus Belgien starteten im Seitenwagenrennen. Ihre Crew sorgte dafür, dass die Rennmaschine fit war. © Peter Dilling

Nach zwei Jahren Pause kamen die Motorrad-Fans des ADAC- Grasbahnrennens in Melsungen endlich wieder auf ihre Kosten.

Melsungen – Es dröhnten die Motoren hochtouriger Enduro-Maschinen und Speedcarts auf dem lang gezogenen, immer wieder mit Wasser besprühten Oval an der St. Georg-Brücke. Die besten Fahrer aus Europa pflügten mit ihren Maschinen in waghalsiger Kurvenfahrt über die Grasbahn.

Doch das vom MSC Melsungen mit viel Aufwand organisierte Spektakel nahm zumindest am Samstag, dem ersten Wettkampftag, nur langsam Fahrt auf. Die ersten Rennen wurden mit deutlicher Verspätung gestartet.

Es ging eher gelassen und unaufgeregt zu

Mit einem richtig großen Ansturm mussten die ehrenamtlichen Helfer vor dem Start zum ersten Rennen nicht kämpfen. Es ging eher gelassen und unaufgeregt zu. Ralf Ziegler und seine Lebensgefährtin Tanja Wölk, die die Besucher auf dem Parkplatz einwiesen, verlebten einen ruhigen Nachmittag. Das Paar engagierte sich, weil ihr Sohn Philipp im MSC Melsungen aktiv ist. „Es ist toll, dass so viele Jugendliche hier mithelfen“, sagte Ziegler. Leider seien wegen Corona einige Helfer ausgefallen.

Die zunächst überschaubare Zuschauerresonanz tat der heiteren Stimmung keinen Abbruch. Das Publikum genoss bei angenehmen Temperaturen das einzigartige Ambiente, das wohl kaum bei einer anderen Sportart zu finden ist: Auf dem Veranstaltungsgelände konnte man ohne lange Wege gemütlich im Café sitzen, sich mit Herzhaftem, Eis oder anderen süßen Leckereien versorgen oder den Rennfahrern bei den Vorbereitungen zuschauen. Viele im Publikum waren fachkundig und haben die ganze Familie mitgebracht. Darunter waren auch Oliver und Jennifer Huchthausen aus Heringen. Huchthausen ist Vorsitzender des Heringer Motorsport-Clubs und feuerte zwei seiner Fahrer an.

Unter einem der offenen Pavillons im Fahrerlager überprüften Joachim Martens und sein Rennpartner Des Vanzonhoven ihre Maschine mit Seitenwagen. Die beiden Belgier und ihre Techniker waren mit einem großen Kastenwagen am Abend zuvor angereist.

Das sind hervorragende Bedingungen

„Das sind hervorragende Bedingungen hier. Alles ist entspannt“, sagte Martens. Am anderen Ende des Fahrerlagers herrschte dagegen hektische Betriebsamkeit: die Maschine von Udo Poppe und Martin Weick vom MSC Melsungen verlor tröpfchenweise Benzin. Zum Glück hatte ihre Crew das nötige Ersatzteil dabei.

Die Sicherheit der Fahrer und des Publikums steht beim Grasbahnrennen an erster Stelle. Dafür sorgten die Feuerwehr und das DRK Schwalm-Eder. Deren Sanitäter und Notärzte beobachteten das Renngeschehen erhöht von der Ladefläche eines Kleinlasters. „Alle sind gut drauf, das Wetter ist schön. Aber man weiß nicht, ob jemand überdreht“, sagte Notarzt Peter Korell. 2019 habe er ein einziges Mal eingreifen müssen.

Für den schlimmsten Fall stand ein Rettungswagen direkt an der Rennstrecke.

(Peter Dilling)

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