Wege und Parkplatz sind zum Teil überflutet – Pegel könnte weiter steigen

Hochwasser: Fulda tritt in Melsungen über die Ufer

Hochwasser am Parkplatz am Sand in Melsungen
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Ist seit Sonntag gesperrt: Der Parkplatz am Sand in Melsungen steht zum Teil unter Wasser. Auch Fuß- und Radwege an der Fulda können derzeit nicht genutzt werden.

Der Pegelstand der Fulda ist derzeit hoch: In Melsungen sind Wege in Ufernähe überspült worden.

Melsungen – Rad- und Fußwege an der Fulda sind gesperrt, der Parkplatz am Sand steht halb unter Wasser: „Wir haben seit Freitag mit Hochwasser zu kämpfen“, sagt Frank Werner, Ordnungsamtsleiter in Melsungen.

Am Montagvormittag lag der Pegelstand bei 2,63 Meter. „Es ist noch nicht ganz so schlimm wie im März vergangenen Jahres“, sagt Werner – am 13. März 2020 wurde ein Pegelstand von 2,83 Meter gemessen. Doch das Wasser könnte weiter steigen, wenn es in den kommenden Tagen noch mehr regne.

Wie sich die Hochwasserlage in den kommenden Tagen entwickeln werde, sei schwer zu sagen, erklärt Günter Gros vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Rotenburg. „Das ist wie ein Blick in die Glaskugel.“ Wenn der Schnee in den höheren Lagen schmelze und es gleichzeitig viel regne, dann könnten die Pegelstände weiter steigen.

Genau diese Wetterlage sei für den Kreisteil Melsungen in den kommenden Tagen zu erwarten, sagt Andreas Friedrich, Pressesprecher beim Deutschen Wetterdienst. „Die milden Luftmassen, die derzeit schon das Wetter in Süddeutschland bestimmen, wandern Richtung Norden.“ Das bedeute: Schneeschmelze in den höheren Lagen und mildes Wetter mit Regenfällen. Damit bestehe eventuell Hochwassergefahr. „Aber es wird nicht so schlimm, wie es am Wochenende in Süd- und Mittelhessen war“, stellt Friedrich klar. Dort waren Straßen überschwemmt worden und Keller vollgelaufen.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Rotenburg teilte am Montag auf Anfrage mit, dass sich die Lage dort entspannt habe, nachdem am Wochenende die Hochwasserstufe 2 erreicht wurde. Am Montag lag der Pegelstand der Fulda in Rotenburg noch bei 3,93 Meter – gegenüber 4,50 Meter, die am Sonntag gemessen wurden.

„Ab 4,50 Meter wird es bei uns kritisch“, sagt Gros, „aber da läuft das Wasser noch nicht in die Stadt rein.“ Zeitversetzt werde der Pegelstand auch in Melsungen sinken, so Gros.

Die Mitarbeiter des Melsunger Bauhofs stellen seit Montagvormittag Warnschilder auf und errichten Absperrungen an Fuß- und Radwegen. Mehrmals am Tag prüfen sie die Beschilderung sowie den Pegel des Hochwassers – in Absprache mit dem Ordnungsamt. (Natascha Terjung, Judith Féaux de Lacroix)

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