Große Rollstühle passen nicht durch

Illegaler Bauschutt versperrt Fußweg in Melsungen 

+
Nur noch schmale Rollstühle passen durch: Eine Mitarbeiterin des Arbeitskreises Gemeindenahe Gesundheitsversorgung zeigt die Stelle mit den illegal gelagerten Steinen. Größere Rollstühle passen dort nicht mehr durch und Kunden trauten sich nicht, dort selbstständig entlang zu fahren.

Melsungen. Illegal abgeladener Bauschutt versperrt einen Fußweg der Stadt Melsungen am Kesselberg. Die Steine erschweren einigen Menschen mit Behinderung in Rollstühlen, den Weg zu nutzen.  

Besonders ärgerlich sind die Steine für Kunden und Mitarbeiter des Arbeitskreises Gemeindenahe Gesundheitsversorgung gGmbH (AKGG). Auf deren Grundstück hat ein Melsunger die Steine ohne Erlaubnis abgeladen.

Die Steine erschweren es aber einigen Menschen mit Behinderung, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, den Weg für Spaziergänge zu nutzen. „Einige unserer Kunden mit größeren Elektrorollstühlen können den Weg selbstständig nicht mehr passieren“, sagt Sören Link, Geschäftsführer der AKGG.

Auch Anwohner seien eingeschränkt – insbesondere Mütter mit Kinderwagen. Eine Mutter mit einem Zwillingskinderwagen kann den Weg überhaupt nicht mehr nutzen. Trotz Verbots befahre der Mann den Weg wiederholt mit seinem Auto und einem Anhänger und blockiere den Weg dann vollständig.

Der Hinweis auf den Bauschutt bei der Stadt Melsungen habe nichts ergeben, so Link weiter. Da sich die Steine auf dem Grundstück der AKGG befänden, müsste man sich selbst kümmern. Der Verursacher sei zwar zur Rede gestellt worden, habe sich aber uneinsichtig gezeigt.

Der Mann, dessen Name man nicht kenne, nutze einen Kleingarten, der an das Gebäude der AKGG grenze. Den Pächter oder Eigentümer dieser Parzelle habe man wiederholt angeschrieben, es sei jedoch nichts geschehen.

„Unsere Kommunikationsversuche bringen nichts“, sagt Link. Es bestehe von seiten des Mannes keine Dialogbereitschaft. Daher bleibe dem Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung nur der Weg zur Polizei.

Eine Gefahrenquelle

„Wir bringen den Fall zur Anzeige“, sagt Link. Schließlich habe man eine Verkehrssicherungspflicht. Nicht auszudenken, wenn einer der Steine ins Rutschen komme. Es könnten sich auch Kinder beim Klettern verletzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.