Zielnetzplanung für eine gute Verbindung

Schnelles Internet in Körle: Glasfaseranschluss soll Standard werden

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Glasfaser bis ins Haus – das soll in Körle bald überall verfügbar sein.

Ein Glasfaseranschluss bis ins Haus soll in Körle bald Standard sein und für eine schnelle Internetverbindung sorgen. Eine Zielnetzplanung ist bereits in Arbeit.

Die Gemeinde hat ein Ingenieurbüro beauftragt, das nun eine FTTH-Zielnetzplanung für Körle und die Ortsteile erstellt. Das teilt Bürgermeister Mario Gerhold im HNA-Gespräch mit.

„Wir wollen bei der Internetversorgung keine Zweiklassengesellschaft. Jeder in Körle soll schnell im Internet surfen können“, sagt der Rathaus-Chef. Aber es sei ein Projekt, das nicht von heute auf morgen realisiert werden könne. Das Projekt sei auf etwa zehn Jahre angesetzt.

Umsetzung der Zielnetzplanung

Mehr als 40.000 Euro investiert die Gemeinde in die Planung durch das Ingenieurbüro. Über den Bund wird dies refinanziert, erläutert Gerhold. In Körle sei an den meisten Stellen VDSL mit 50 Mbit/s verfügbar, sagt Gerhold. Klagen über eine schlechte Internetverbindung gab es in jüngster Zeit allerdings vor allem aus dem Gewerbegebiet An der Eiche.

Das Problem: Die Anschlüsse dort werden direkt vom Hauptkabel, das aus Guxhagen kommt, abgezweigt, laufen also nur über ein Kupferkabel. Damit aber VDSL über Glasfaser verfügbar ist, muss ein Verteilerkasten der Telekom zwischengeschaltet sein – so wie es sonst in Körle der Fall ist, erklärt Gerhold. „Und deshalb haben manche Firmen dort oben kein schnelles Internet.“ Die Situation An der Eiche sei nicht haltbar, betont Gerhold. Um eine Lösung herbeizuführen, sei die Gemeinde in Gesprächen mit der EAM und der Netcom. 

Wenn die EAM dort Erdgas verlegt, wolle die Gemeinde auch den Kanal erneuern. In diesem Zuge könne auch der Glasfaserausbau mit angepackt werden. „Aber die Abstimmung mit EAM und der Netcom ist nicht ganz leicht“, sagt Gerhold. Bei Beschwerden über die Internetverbindung werde die Gemeinde häufig von den betroffenen Anwohnern in Sippenhaft genommen. „Aber wir sind weder für Glasfaser noch für Erdgas der Bauherr. Wir können es nur bündeln und versuchen, den Ausbau voranzutreiben.“

Zu langsames Internet - Vodafone-Problem wurde gelöst

Zumindest das Vodafone-Problem sei gelöst. Wie berichtet hatten sich zahlreiche Körler darüber beschwert, dass ihre Internetverbindung abends extrem langsam sei – trotz 50.000er-Anschluss. Nach Erscheinen des HNA-Artikels, in dem ein Vodafone-Sprecher betonte, dass es sich bei den Problemen lediglich um Einzelfälle handele, habe sich die DSL-Arbeitsgruppe getroffen und ein Schreiben an die Vodafone-Geschäftsführung verfasst. 

Und tatsächlich: Einige Zeit später – „erst einmal war Funkstille“ – kam ein Antwortschreiben des Netzbetreibers, dass in Körle nun die Kapazitäten erhöht wurden, sagt Gerhold. „Toll, dass Vodafone reagiert hat.“ Nun zeigten auch die Speedtests wieder höhere Geschwindigkeiten an.

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