Jugendparlament Melsungen tritt im Januar zusammen

Die neuen Mitglieder des Jugendparlaments Melsungen: von links vorne Kemal Husa, Benet Berisha, Lea Böhmer, Kanile Miraudely, Hüseyin Yesilmen und von links hinten Milot Berisha, Burak Kaya, Ilenya Infantino, Blerta Sadiku und Nerges Miraudely. Foto: privat

Melsungen. Das im November von Kindern und Jugendlichen gewählte Melsunger Jugendparlament wird seine Ämter am 14. Januar aufteilen. Das teilte seitens des Parlaments Nerges Miraudely mit.

Bei einer ersten Zusammenkunft der Nachwuchspolitiker zeigte sich laut Mitteilung: Neun der zehn Mitglieder haben Wurzeln im Ausland. Nerges Miraudely sah es anders: „Eins von zehn Mitgliedern hat keinen Migrationshintergrund.“

Die Jugendlichen haben in den drei Jahren, für die sie gewählt wurden, viel vor. Eine Liste mit Ideen haben bereits zusammengestellt. Nach der gibt es unter anderem den Wunsch nach mehr Veranstaltungen für Jugendliche, nach einer Erneuerung der Freizeitanlage am Sand, nach mehr Klamottenläden für Jungs und nach einem komplett von Netzen eingefassten Minispielfeld für Fußballer.

Auch der Öffentlichkeit haben sich die zehn Mädchen und Jungen schon vorgestellt: Auf dem Melsunger Weihnachtsmarkt verkauften sie heißen Tee, Kakao und selbstgemachte Kekse zum Selbstkostenpreis.

Die Idee dahinter: „So können wir den Melsunger Bürgern schon mal unsere Gesichter zeigen und mit ihnen ins Gespräch kommen“, hieß es.

Das sind die Mitglieder des Jugendparlaments:

• Kemal Husa, 15, Melsungen (Herkunft der Eltern: Kosovo/Bosnien-Herzegowina): „Ich möchte gerne wissen, wie es ist, ein Jugendparlamentsabgeordneter zu sein. Außerdem würde ich gerne im Rahmen des Jugendparlaments Fußballturniere planen.“

• Hüseyin Yesilmen, 16, Melsungen (Herkunft der Eltern: Türkei/Libanon): „Ich habe mich für das Jugendparlament aufstellen lassen, damit ich mich für die Jugendlichen in Melsungen einsetzen kann. Beispielsweise würde ich gerne einen Fußballkäfig ins Leben rufen.“

• Nerges Miraudely, 17, Melsungen (Herkunft der Eltern: Irak): „Ich war bereits in der vergangenen Legislaturperiode im Jugendparlament. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Meinungen und Interessen der Jugendlichen zu vertreten. In den folgenden Jahren möchte ich mich dafür einsetzen, dass es mehr Veranstaltungen für Jugendliche gibt.“

• Blerta Sadiku, 15, Melsungen (Herkunft der Eltern: Kosovo/ Albanien): „Ich möchte mich für die Jugendlichen in Melsungen einsetzen - beispielsweise mit der Erneuerung vom Sand.“

• Milot Berisha, 15, Melsungen (Herkunft der Eltern: Kosovo/ Albanien): „Ich möchte mich im Jugendparlament politisch engagieren und lernen wie Politik funktioniert. Außerdem finde ich, dass es zu wenig Einkaufsmöglichkeiten für Jugendliche in Melsungen gibt.“

• Lea Böhmer, 14, Melsungen (Herkunft der Eltern: Deutschland): „Ich wollte es einfach mal ausprobieren und Erfahrungen sammeln, wie es ist, ein Jugendparlamentsmitglied zu sein. Meine Ziele sind, dass ich mich für die Jugendlichen einsetzen kann und ein besseres Verständnis für Politik bekomme.“

• Kanile Miraudely, 13, (Herkunft der Eltern: Irak): „Ich möchte mich für die Jugendlichen einsetzen. Beispielsweise gibt es als öffentlichen Platz für die Jugendlichen nur den Sand. Meiner Meinung nach sollte es Alternativen wie beispielsweise ein Kino geben.“

• Burak Kaya, 15, Melsungen (Herkunft der Eltern: Kurdistan): „Ich möchte mich politisch engagieren und die Träume der Jugendlichen verwirklichen. Hierzu zähle ich die Erneuerung der Freizeitanlage am Sand und die Etablierung von Modegeschäften für Jugendliche.“

• Ilenya Infantino, 14, Melsungen (Herkunft der Eltern: Italien/Amerika): „Ich möchte mich mit Politik beschäftigen, weil ich es sehr wichtig finde. Für meine Zeit im Jugendparlament wünsche ich mir, dass wir uns gut verstehen und gemeinsam etwas erreichen können.“

• Benet Berisha, 13, Melsungen (Herkunft der Eltern: Kosovo): „Ich möchte etwas für die Jugendlichen in Melsungen durchsetzen. Zum Beispiel einen Fußballkasten aufzustellen.“

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