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Jungschar errichtet Hüttendorf in Röhrenfurth

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Von: Manfred Schaake

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Viel Spaß im Hüttendorf in der Fulda-Aue: Teilnehmer, Betreuer und ein Teil der Eltern des Projektes der Jungschar Röhrenfurth. Es ist das 18. Hüttendorf-Projekt mit Jugendreferent Hans-Günter Späth seit 2005.
Viel Spaß im Hüttendorf in der Fulda-Aue: Teilnehmer, Betreuer und ein Teil der Eltern des Projektes der Jungschar Röhrenfurth. Es ist das 18. Hüttendorf-Projekt mit Jugendreferent Hans-Günter Späth seit 2005. © Manfred Schaake

23 Kinder und Jugendliche der Jungschar Röhrenfurth haben in ihrem Heimatort ein Hüttendorf gebaut.

Röhrenfurth – Es soll am Mittwoch, 22. Juni, ab 16.30 Uhr eingeweiht werden. Kinder und Betreuer sind stolz auf ihr Hüttendorf nahe der Fulda, das auf die Initiative des Diakons Hans-Günter Späth zurückgeht. Der 65-Jährige nennt das Hüttendorf einen „Ort der Gemeinschaft“.

Ein sinnlicher Ort

„Wenn der Nebel aufsteigt und die Sonne über den Hütten liegt, ist das ein sinnlicher Ort, ein Gottes-Ort“, sagte Pfarrer Henning Meinecke. „Damit werden die Kinder immer mit dem Hüttendorf verbunden sein.“ Das Land, auf dem die Hütten stehen, gehört der evangelischen Kirchengemeinde. Landwirt Wilfried Nadler bewirtschaftet es und stellte es für das Projekt zur Verfügung. Die Hütten können sich die Eltern der Kinder später auf ihre Grundstücke stellen, hat Späth angeboten.

Diplom-Religionspädagoge Späth, den alle freundschaftlich „Günni“ nennen, betreut in Obermelsungen, Röhenfurth, Schwarzenberg, Kirchhof und Kehrenbach 120 Kinder und 30 Jugendliche. Röhrenfurth ist mittlerweile das 18. Hüttendorf-Projekt seit 2005. Bereits 2016 war in Röhrenfurth ein Lutherdorf entstanden. Auch auf der jetzigen Baustelle freut sich Späth über das gute Miteinander der Kinder, „jeder schätzt jeden“.

Auch andere Eltern sind begeistert

Eva Lindner, die Mutter von Leonie (10), sagte dazu: „Kinder und Jugendliche brauchen Verstecke und Rückzugsorte jenseits von Druck und Leistung, die ihnen guttun.“ Auch andere Eltern sind begeistert. „Wir finden das super, eine ganz tolle Freizeitbeschäftigung – das haben andere Dörfer nicht“, hieß es auf der Baustelle. Und auch das wird seitens der Eltern betont: „Man spürt, dass das Ausgebremst-Sein in der Pandemie nun endlich vorbei ist und die Kinder wieder Freiheit spüren.“

Für die Kinder Orte schaffen, die ihnen jenseits von Druck und Leistung gut tun und Kreativität fördern – auch das ist dem Initiator wichtig.

Die Kinder sägen, zimmern und hämmern nicht nur zusammen, sie machen auch Musik. Zwischendurch singen sie: „Trau dich raus aus dem Haus, mach den Fernseher aus, wirklich live was zu erleben, kann’s nur in der Jungschar geben. Mit den Freunden Hütten bauen, sich verstecken, was entdecken, da hast du viel mehr davon, als vom Glotze-Marathon.“ Mit Jesus Christus mutig voran – so lautet das Leitwort der Jungschar.

Gemeinschaft und Teamgeist

Schaut man den Kindern im Hüttendorf und den Betreuern und Eltern zu, zeigt sich der Gemeinschafts- und Teamgeist. Nachdem Corona auch junge Menschen ausgebremst und ausgegrenzt hatte, genießen die Jungschar-Kinder die Freiheit in der Natur. „Das brauchen die Kinder“, sagt eine Mutter.

Vorarbeiter und Vorbild „Günni“ bezeichnet sich selbst als „behämmerten Holzwurm“. Im südlichen Siegerland arbeitete er als junger Mensch im Holzeinschlag-Unternehmen seines Vaters. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in der Holzindustrie studierte er Theologie und trat in den Dienst der evangelischen Kirche. Seit 1990 ist er Leiter der evangelischen Jugend Melsungen-Land.

Kontakt: Hans-Günter Späth, E-Mail: jungschar.mit.guenni@gmail.com

(Manfred Schaake)

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