Kabarett in Melsungen: Ausschreibung an Künstler ist raus

Er kann’s: Lothar Bölck ist Vollblut-Kabarettist. Der Gewinner der Scharfen Barte von 2006 war 2015 der Stargast der Preisverleihung. Foto: privat

Melsungen. Die Vorbereitungen für den Melsunger Kabarett-Wettbewerb „Scharfe Barte" sind angelaufen.

Auch eine Entscheidung zu einer möglichen Neuausrichtung des Wettbewerbs ist gefallen: Der kabarettistische Ansatz solle vorerst nicht aufgeweicht werden.

Auch die Entscheidung für die Endrunden-Termine ist gefallen. Die sechs Künstler, die es ins Finale schaffen werden, treten am Montag, 31. Oktober, Mittwoch, 2. November und Montag, 7. November auf. Die Preisverleihung ist am Samstag, 12. November. Welcher Gaststar auftritt, steht indes noch nicht fest.

Comedy nimmt zu

Zuletzt hatte es eine Kontroverse über das Teilnehmerfeld gegeben. Die eigentliche Aufgabe, die Förderung des kabarettistischen Nachwuchses, konnte in den vergangenen Jahren schon nicht mehr so eng gesehen werden. Nicht nur, dass die Teilnehmer kein Nachwuchs mehr sind, zunehmend waren auch musikalische und komödiantische Beiträge im Finale vertreten.

Es fehle schlicht an qualifizierten Bewerbern, sagte dazu Jury-Sprecher Alfred Weigand. Auch Jurymitglied Rudolf Schulze hält es für unwahrscheinlich, in den kommenden Jahren ausschließlich Wettbewerbsteilnehmer präsentieren zu können, die den ursprünglich formulierten Anforderungen entsprächen. In der aktuellen Ausschreibung heißt es dennoch, dass Bewerber mit dem Schwerpunkt auf politisches Kabarett bevorzugt eingeladen werden.

Noch bis Juni sucht die Kultur- und Tourist-Info der Stadt nach geeigneten Bewerbern. „Das machen wir in Form von Mailings an Kabarettisten- und Künstler-Agenturen“, sagt Karin Braun von der Kultur- und Tourist-Info. Außerdem gebe es Artikel und Anzeigen in Fachmagazinen wie „Showcases“.

Weniger Bewerber

„Seit einigen Jahren nutzen wir auch verstärkt das Internet. So sind wir beispielsweise in einigen Fachportalen wie Kultnet angemeldet. Das ist eine Art Marktplatz für Künstler“, sagt Braun.

Die Bewerberzahlen seien zuletzt leider leicht rückläufig gewesen. Statt bis zu 60 seien es nur etwa 40 gewesen. „Ein Grund ist sicher die strengere Ausschreibung und eine Verschiebung der Künstler in Richtung Comedy.“

Insgesamt werden wieder 8000 Euro Preisgeld ausgeschüttet.

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