Gala mit frechen Sprüchen:

Röhrenfurther Karnevalisten waren in närrischer Hochform

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Sehr jung und sehr talentiert: Die Konfetti-Garde begeistert das Publikum. 

Wer Karneval feiert, fährt für seine Gäste das Beste auf, was den Appetit begeisterter Narren steigert. So war es auch beim Gala-Abend zum 22-jährigen Bestehen der Karnevalsgemeinschaft Röhrenfurth.

Die ehrenamtlichen Aktiven und befreundeten Gruppen servierten dem rund 450-köpfigen, teilweise verkleideten Publikum 18 „Gänge“ mit bester Unterhaltung. Tolle Tänze mit schönen Choreografien in aufwendiger Kostümierung wechselten sich mit flotten Sprüchen, Sketchen und Gesang ab. Furios war schon der Auftakt, als die junge Röhrenfurtherin Leni Jungersmann von der KGR mit glockenheller Stimme die Garden des Vereins mit Gesang begrüßte.

70 Gardetänzer

150 Mitglieder hat die KGR inzwischen. Viele ihrer rund 70 Gardetänzerinnen und -tänzer tanzten bei der Sitzung gleich mehrmals in wechselnden Formationen auf der Bühne. „Auf das große ehrenamtliche Engagement sind wir stolz“, sagte Sitzungspräsident Berthold Weber. Kann die KGR auch. Denn was die Aktiven an Tänzen zu bieten hatten, war wirklich vom Feinsten. Allen voran, das bei Turnieren erfolgreiche Tanzmariechen Alina Erbe, das ein ganzes Potpourri an freihändigen Überschlägen, Saltos und gehechteten Sprüngen während ihres Marschtanzes zeigte.

Bravo-Rufe gab es auch für die gelungene Darbietung des Doppelmariechens Talla Sofie Gudert und Madine Mikosz, die in nur zweimonatiger Vorbereitungszeit prächtig harmonierten und spektakuläre Tanzfiguren zeigten. Die Konfetti Kids bewiesen, dass sich die KGR um den tänzerischen Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Die Aktiven-Garde zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Auch mit ihren  Showtänzen, bei denen es zu eingängigen Pop-Rhythmen unter anderem um „Mexiko“ und „Arabische Nächte“ ging, brillierten die Garden. Auch das Männerballett war gut in Form. Das Show-Duo Sandra Steiner und Stefan Weber kamen als Gangsterpaar auf die Bühne.

Sonderapplaus bekam Büttenredner

Sonderapplaus bekam  Büttenredner Ulrich Jacobs, der seinen Part als „Mann für alle Fälle“ witzig und ganz auswendig präsentierte. Mit seiner Gesangseinlage riss er das Publikum so richtig mit. 

Urkomisch: Ulrich Jacobs als „Mann für alle Fälle“.

Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein, der als Fan des Dichters Friedrich Schiller mit seiner „begriffsstutzigen“, Rollator erprobten Bühnenpartnerin Marion Viereck beim Warten auf die Regiotram ein mit Wortspielen gespicktes Zwiegespräch führte, musste dagegen feststellen, dass man zuweilen nicht nur als Verwaltungschef Mühe hat, beim Bürger durchzudringen. Seine Mitspielerin Viereck ermahnte das Publikum, doch etwas leiser zu sein. Aktive der befreundeten Karnevalsvereine aus Rothwesten und Empfershausen rundeten das gelungene Programm ab.

Marcus Boucsein und Marion Viereck bei der Gala-Sitzung in Röhrenfurth.

Darüber lacht der Saal in Röhrenfurth

- Büttenredner Ulrich Jacobs: „ Meine Frau liebt mich nicht mehr. Früher haben wir vor dem Fernseher ‘Verbotene Liebe’ und dann ‘Sturm der Liebe geguckt’. Seit drei Monaten schauen wir nur noch ‘Tiere suchen ein Zuhause’.

- „Ich sehe ja immer schlechter. Bin ich deswegen neulich beim Augenarzt gewesen. „Haben Sie es schon mal mit Linsen versucht?“ Antworte ich: Ja klar, aber mit Blähungen sehe ich auch nicht besser.“

- Markus Boucsein und Marion Viereck im Gespräch über den Dichter Schiller: „Wissen Sie denn nicht, dass der alte Schiller tot ist?“ - Nein, ich krieg´doch keine Zeitung!“ „Schiller hat die Jungfrau von Orleans gedichtet.“ - „Was denn, war die denn undicht?“ „Kennen Sie wenigstens „Die Räuber“? - „Ja klar, das sind doch die vom Finanzamt.“

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