Hamsterkäufe in Melsungen:

Corona-Panik führt zu Rekord-Verkäufen bei Edeka 

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Großeinkauf im Edeka-Markt in Melsungen: Gerhard und Jutta Frisch aus Körle wollten bestimmte Produkte wie Knäckebrot hamstern. Die meisten davon waren Montagmorgen ausverkauft.

In Melsungen bei Kassel bereiten sich die Menschen für den Fall einer Quarantäne wegen des Coronavirus vor und kaufen Lebensmittel und Hygieneartikel auf Vorrat. Damit erzielt der Edeka-Markt Reinbold einen Rekord-Umsatz.

  • Durch die Ausbreitung des Coronavirus bereiten sich auch die Menschen in Melsungen bei Kassel für den Fall einer Quarantäne vor.
  • Mit sogenannten Hamsterkäufen kaufen sie Lebensmittel und Hygieneartikel auf Vorrat.
  • Im Edeka-Markt Reinbold in Melsungen bei Kassel gab es bisher keine Lieferengpässe, allerdings könnte es in den kommenden Tagen vereinzelte Engpässe geben.

Nun hat die Panik durch den Coronavirus auch in Melsungen Einzug gehalten: Seit Donnerstag kam es vermehrt zu Hamsterkäufen, unter anderem im Edeka-Markt Reinbold in Melsungen bei Kassel.

„So einen Andrang auf Lebensmittel habe ich noch nie erlebt“, sagt Geschäftsinhaber Ullrich Reinbold.

Fünf Lastwagen mit Lebensmittel rüsten Edeka Reinbold in Melsungen bei Kassel für Hamsterkäufe

Am Montagmorgen hatten die Mitarbeiter von Edeka in Melsungen bei Kassel alle Hände voll zu tun. Durch Hamsterkäufe vergriffene Ware musste nachbestellt werden und leere Regale wurden mit neuen Produkten aufgefüllt. 

„Heute kommen fünf Lastwagen mit Lebensmitteln. Um das zu bewältigen, arbeiten heute mehr Angestellte im Markt als sonst“, erklärt Reinbold.

 

Desinfektionsspray gehört momentan zu den meist gekauften Produkten bei Edeka. Montagmorgen waren alle Desinfektionsmittel ausverkauft.

Insbesondere Artikel wie Nudeln, Mehl, Zucker, Klopapier, Konserven, Milch und Desinfektionsspray wurden in  Folge des sich ausbreitenden Coronavirus in Massen gekauft.

Rekord-Umsatz im Edeka in Melsungen bei Kassel dank Coronavirus

„Bis jetzt drohen noch keine Lieferengpässe, aber ich kann nicht ausschließen, dass es in den nächsten Tagen vereinzelt zu Engpässen kommt“, sagt Reinbold.  

Die Umsätze der vergangenen Tage durch dasCoronavirus hätten selbst das Weihnachtsgeschäft übertroffen, und darauf sei der Geschäftsinhaber aus Melsungen bei Kassel jedes Jahr gut vorbereitet. Der Umsatz sei durch die Hamsterkäufe in den vergangenen drei Tagen um 30 Prozent gestiegen. 

Hamsterkäufe durch Coronavirus im Edeka in Melsungen bei Kassel werden demnächst wohl nachlassen

Ullrich Reinbold geht davon aus, dass der Ansturm auf Lebensmittel durch dasCoronavirus in den nächsten Tagen wieder sinken werde, da die Vorratskammern der Leute schließlich irgendwann voll seien. 

„Wahrscheinlich wird ein großer Teil der vorsorglich eingekauften Sachen bei den Leuten in den Regalen liegen bleiben, bis sie irgendwann verderblich geworden sind und schließlich in der Mülltonne landen“, befürchtet Reinbold.

Gerhard und Jutta Frisch aus Körle wollten am Montag im Edeka-Markt in Melsungen bei Kassel neben dem gewöhnlichen Einkauf auch ein paar Produkte hamstern. „Die Sachen, die wir auf Vorrat einkaufen wollten, die waren jedoch ausverkauft“, berichtet Gerhard Frisch.

VON CAROLIN EBERTH

Auch in anderenSupermärkten im Schwalm-Eder-Kreis kam es bereits zu Hamsterkäufen. Vor allem in größeren Städten waren die Regale in den Läden leer gekauft.

Selbst in der Gemeinde Frielendorf gab es leere Regale, weil die Menschen wegen des Coronavirus Hamsterkäufe machen. Das neuartige Coronavirus hat auch Auswirkungen auf Unternehmen in der Region um Kassel. Maßnahmen werden ergriffen, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten.

Inzwischen wurde der erste Corona-Fall in Nordhessen bestätigt: Eine Frau in Waldeck-Frankenberg hat sich infiziert.

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